Reiseberichte zum Thema 'Urlaube&Radtouren'

Wir sind mit dem Auto von Gerd gefahren. Andres, Marianne und ich. Von Lima aus geht es die Anden hoch bis auf den Pass in 4800 m Höhe. Da hätt mich bald der Schlag getroffen als ich aus dem Auto raus bin und fotografieren wollte. Über das Altiplano (Anden-Hochebene in Bolivien und Peru auf 3500 - 4000 m Höhe) weiter den großen Berg hinunter auf der anderen Seite. Übernachtet. Am späten Nachmittag des anderen Tages Ankunft auf der Farm von Gerd in der Nähe von Pucallpa. Insgesamt 17 Std Fahrt waren das. 

 

 


 
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Das ist ein sehr schönes Foto von Jan! Vorne der Rest von unserer Insel, dahinter Wüstenberge und Küstenabschnitt.

 

Pucusana-Kuste-Wuste--1-von-1-.jpg

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Montag, den 3. Februar 2014; Pucusana
Letzter Tag hier, morgen fahren wir nach Lima zurück. Und am Mittwoch ist Abschied. Abends um 21:05 fliegen wir. Und sind am Donnerstag um 18:30 Uhr zurück in Frankfurt. Es soll da kalt sein. Wir wissen es nicht, Internet, Radio u Fernsehen fehlen hier (und fehlen uns wenig. Wir haben ein Schild gesehen: ?Hier gibt es kein WiFi, unterhalten Sie sich mit Ihren Kindern?). M hat gesagt, wir waren jetzt 6 Wochen nur von lieben Menschen umgeben. Da hat sie Recht. Wir brauchen  mal wieder etwas Kälte, sonst werden wir ganz verwöhnt und kriegen gleich die Grippe bei jedem unfreundlichen Windzug.


Pucusana-Badezeit.jpgWochenende ist Badezeit. Dann kommen Ströme von Menschen an diese unwirtliche Küste und lassen sich mit Mann und Maus an den Stränden nieder. Wie bunte Pilze entfalten sich allenthalben die Sonnenschirme, Wasserbälle und Gummiboote werden aufgeblasen und die Ausflugsboote haben Hochsaison. Einmal den Hafen rauf und runter und durch die gischtbesprühte Enge des Durchbruchs von Land und Insel raus aufs Meer scheint ein Höhepunkt zu sein. Danach stehen sie im Wasser, werfen sich Bälle zu, kreiseln ihre Kleinkinder über der Oberfläche und reden, reden, reden. Vor dem Strand auf der Festlandseite haben sie einen großen Lautsprecher aufgestellt, der den ganzen Tag die Bucht beschallt mit Volksmusik. Sie kommt ein wenig verzerrt hier an, doch ich liebe diesen Latino-Flair. Abends ist die Mole auf der anderen Seite hell erleuchtet, überall stehen Tische und Stühle, es wird gegessen, getrunken, gefeiert und getanzt. Auf dem Wasser huschen die kleinen Boote des Shuttles zur Insel voll mit Menschen hin und her. Ab und an legt ein Fischerboot ab und fährt gemächlich auf das offene Meer hinaus. Noch wenn wir schlafen gehen hören wir die Tanzmusik von drüben herüber wehen.Pucusana-2014---24.jpg


Heute brennt die Sonne wieder vom Himmel. Sie scheint Mittags senkrecht. Sitze ich in einem Stuhl, senkrecht auf mein spärlich bewachsenes Haupt und bräunt Glatze und Nase. Ich muss Wärme auf Vorrat tanken und gebe mich ihr hin.

 

Der Gang der Sonne ist wie folgt: steht man mit dem Rücken zum Süden und hat in der rechten Hand einen Ball (die Sonne!), dann führe man den ausgestreckten Arm parallel zum Körper nach oben bis die Hand mit der Sonne über dem Kopf ankommt. Dort steht sie nun und scheint mir mitten aufs Haupt. Danach übernimmt die rechte Hand und der Arm senkt sich langsam gen Westen, immer fein parallel an der Seite entlang. Da entschwindet sie um am nächsten Tag rechterhand wieder hoch zu kommen. 6 Stunden davor war sie über Deutschland und hat gefroren.

Dienstag, den 4. Februar 2014; Pucusana
Auf diesem Kontinent ist Ungenauigkeit Methode. Rührend der Versuch der Natur, Exaktheit beizusteuern. Ebbe und Flut folgen synchron Sonnenaufgang und Untergang. Morgens um 6:00 kommt die Flut, Mittags um 12:00 geht das Meer zurück um Abends um 6:00 wieder zu kommen.


Morgens und nach dem Mittagsschlaf bin ich täglich durch die Bucht geschwommen. Das würde ich mein Leben gerne mein Leben lang machen.


Heute Abend gehen wir in Lima mit den Lieben Essen und Morgen Mittag nochmals. Jeweils in unsere Lieblingslokale. Danach machen wir uns vom Acker.

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Freitag, den 31. Januar 2014 Pucusana
Die Quallen waren bis zu 1/2 Meter im Durchmesser mit Tentakeln, die sich in der Tiefe verloren. Sie kommen und gehen, sagen die Fischer. Niemand weiß warum. Heute Morgen vorsichtig mit Angst geschwommen doch keine mehr getroffen. Dafür Pelikane. Die sitzen ansonsten neben den Möwen in Reih und Glied auf den Booten und starren mich Schwimmer erwartungsvoll an. Ich bin kein Futter habe ich ihnen zugerufen. Der heute flog vor uns aufs Wasser. Sie sind schnell, die Biester und haben einen Schnabel so lang wie ein Säbel. Gelb, rot und schwarz gestreift sah der heutige nett aus und wollte nichts von uns.


Immer wieder gab es Kriegsgerassel zwischen Chile und Peru. Ein prächtiges Mittel, zu dem führende Politiker gerne griffen, wenn innenpolitische Probleme überhand nahmen. Im Salpeterkrieg Ende des 19. Jhdts hatte sich Chile an seiner nördlichen Grenze ein Teil Perus in Form eines rechtwinkligen Dreiecks einverleibt, dessen langer Schenkel  nördlich an Perus Küste endete. Und in Verlängerung dieses Schenkels auf das Meer hinaus beanspruchte Chile die Seerechte. Peru dagegen vertrat den Standpunkt, die Seegrenze verliefe rechtwinklig. Das hatte, letztendlich wie immer, mehr ökonomische denn staatstragende Gründe. Das Dreieck auf 200 Meilen verlängert ergab eine große zusätzliche Fischereifläche für Chile im fischreichen Humboldtstrom. Den wollten peruanische Fischer für sich und wenn man genau hinschaute, waren es ein handvolle Familien mit großen Fangflotten (und großem politischen Einfluss). ?Diese Woche hat das internationale Seegericht in Den Haag sein Urteil nach 7 Jahren Prozess gesprochen. In beiden Ländern waren die Medien voll dieser Nachrichten, die Präsidenten hatten wichtige Menschen um sich geschart, warteten auf das Urteil. Eine national aufgeheizte Spannung ähnlich der eines Fußballendspiel war geschaffen (das, wie in Honduras auch mal zu einem Krieg mit den Nachbarland führen kann). Es kam Gott sei Dank nicht so weit. Das Urteil war salomonisch und den Interessen beider Länder dienlich. So haben sich beide, der Präsident von Peru und die Präsidentin von Chile zur gleichen Zeit positiv geäußert und wollen sich demnächst auf einer Konferenz treffen und friedlich miteinander konferieren.


Warum ich das erzähle? Es ist eine Nachricht. Eine wichtige. Zumindest für Lateinamerika. Und für uns? Wahrscheinlich nicht der Rede wert. Auch wenn wir jede halbe Stunde mit Nachrichten voll gelabert werden erhalten wir dennoch nur gefilterte.

Sonntag, den 2. Februar 2014 Pucusana
Nicht zu glauben, schon wieder 1 Monat um im neuen Jahr.


Kurz nachdem die Deutschen Frankreich bekriegten, wurde auch im südlichen Amerika ein Konflikt gewalttätig gelöst. Salpeterkrieg wird er genannt (1879-84) und um das Besitzrecht an demselben, dem Salpeter ging es, der hinter der unwirklichen Atacama-Wüste hoch in den Anden abgebaut und mit hohen Gewinnen auch an Deutschland und Frankreich verhökert werden konnte (als Dünger, doch damit wurden auch die Patronen und Granaten geladen). Vorher war die Gegend uninteressant, plötzlich stritten Bolivien, Chile und Peru um sie. Chile gewann Krieg, Wüste und Abbaurecht, beide Kontrahenten grämen sich noch heute. Weniger wegen des Salpeters, der noch immer in 4-5 Tausend Meter Höhe abgebaut wird (ich war in der Nähe, über den 3900 m hohen Pass in Ollagüe fährt die Eisenbahn, die Luft wurde knapp und weit oben an den Hängen der 7000er klebten die gelben Abraumfelder) weit mehr wahrscheinlich wegen des immensen Reichtums an Bodenschätzen in der Wüste, allem voran Kupfer. Mag sein, dass ich deswegen vor Jahren noch in Bolivien an Taxis den Spruch gesehen habe: Antofagasta es y será de Bolivia. Antofagasta ist und wird bolivianisch sein. Doch da ist noch etwas anderes, man erkennt es an den Denkmäler ihrer Helden und in den Geschichtserinnerungen in Peru und Bolivien. Die verwundete Seele ob der krachenden Niederlage wird noch heute gepflegt (der Krieg war in Kürze vorbei, Chile hatte überall gesiegt).


An einem Denkmal in Lima habe ich gefunden: ?AD GLORIAM. Am 15 Januar 1881 sind Junge und Alte, Arme und Reiche, Lehrer und Schüler herbeigeeilt um für Peru und seine bedrohte Hauptstadt zu kämpfen. Sie wussten um ihre Unterlegenheit in Zahl und Bewaffnung, ihre improvisierte militärische Vorbereitung und das Fehlen aller Möglichkeiten zu triumphieren aber sie begriffen auch das Opfer, das die Ehre unserer Waffen erfordert und kämpften starrsinnig und ehrenhaft bis zum Tod?. Und dann weist das Schild darauf hin, dass der Heroismus dieser Männer Vorbild seien für zukünftige Generationen ?zur Erfüllung der heiligen Verpflichtung, die Fahne und das Vaterland zu verteidigen?. An anderer Stelle steht ein Denkmal mit einem stürmenden Kriegsjüngling darauf. Es ehrt den Heldentot eines 13 Jährigen.


Die jugendlichen Peruaner, die wir kennen, denken Gott sei Dank nicht mehr so. Doch bei jedem Konflikt mit dem Nachbarland wird sie ausgepackt, die geheiligte Fahne des honorigen Vaterlandes. Vor kurzen wegen der Fischereirechte, vor nicht all zu langer Zeit, wer das Recht hat, den Treberschnaps Pisco, den beide Länder als ihr Nationalgetränk ansehen, auch so zu nennen.


Unser Wüsteninselchen heißt ?Galapagos?. Mit Ecuador hatte Peru auch mal bewaffnete Konflikte. Aber soweit ich weiß nicht um die Verwendung des Namens der berühmten Inselgruppe.


PS: Erst Dank Hitler haben wir in Deutschland diesem gemeingefährlichen Hurrapatriotismus entsagt. Hoffen wir, dass diese Länder, die ihn noch zu brauchen meinen, nicht unsere grauenvolle Erfahrung machen müssen um ihn aufzugeben.

Panamericana.jpg

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Pucusana-Panorama.jpg

Dienstag, den 28. Januar 2014
Ohne Internet kommt es mir vor wie auf dem Mond. Auch landschaftlich sieht es so aus.


Dabei sind wir nur die Panamericana runter ein paar Meilen und dort, wo die Wüste sich zum Meer ausdehnt, abgebogen und in das Hafenstädtchen gefahren. Eingefasst von grau-braunen sandigen Bergen erinnert die Wüste an eine Mondlandschaft. Das Meer hat hier ein U aus dem Land gefressen, gut geeignet zum Schutz der Boote und zum Fischen. Und neuerdings für Peruaner mit Ferienhäusern. Oder Touristen, die sich Ferienhäuser mieten. Wie wir. 


Wir wohnen auf einer Insel gegenüber dem U. Wir müssen per Boot-Taxi vom Hafen aus übergesetzt werden. In einem Durchbruch strömt das Wasser wie ein Pulsschlag mit Gedonner durch die Grotte.


Dasselbe Haus hatten wir schon einmal 2010 Mitte Januar. Die Aussicht auf Bucht und Stadt ist Nachts phänomenal, tagsüber pittoresk und dahinter, schaut man genauer hin, trostlos. Nur die Fischerboote machen aus der Ferne einen malerischen Eindruck. Diesmal gibt es sogar Wasser aus der Leitung, den Komfort hatten wir vor 34Jahren nicht, wir mussten duschen und Klo spülen mit Salzwasser und Schöpfkelle aus dem kleinen Pool.


Jan und Tati sind mit, auch Frank. Der hatte gestern bei der Herfahrt ein Abenteuer zu bestehen (wir auch). Sein alter VW-Bully ging schon in Lima kaputt. Anschieben mussten wir jedes Mal. Die Lichtmaschine lädt nicht mehr voll, ich weiß, sagte Frank. Und dann riss der Gaszug. Er wusste, wo man so etwas Vorsintflutartiges kriegen kann. Es dauerte bis wir im Standgas da hin kamen. Es gab einen. Und zwei Häuser weiter den Mechaniker. Eine Stunde später waren wir auf der Ausfallstraße. 20 Km später begann die Zündung zu spuken. Die Lichtmaschine lud überhaupt nicht mehr. Ein gelber Engel kam (nicht ADAC! Weil die Straßennutzung Gebühren kostet, ist der Service drin - überlegenswert auch für D) und lud die Batterie an seiner eigenen 15 Min auf. Wir schafften es bis Pucusana-Hafen. Ich kenne einen Mechaniker, sagte der Bootsführer. Doch der hatte anderweitig zu tun. Frank entschloss, die Rückfahrt nach Lima zu riskieren (wenn das rote Licht für Batterie leuchtet, dann geht es noch ein Weile, erst wenn es aufhört wird´s kritisch sagt Frank. Ich kenn das andersrum). Er erwischte kurz vor Feierabend eine offene Werkstatt, fuhr mit dem Bus zurück, musste 3 Mal umsteigen und war kurz vor 10:00 Nachts wieder da. Es gab kein Boots-Shuttle mehr. Einen auslaufenden Fischer hatte er überredet. Wir waren sehr froh, ihn zu sehen. Und haben ihn mit Spaghetti Bolognese liebevoll bemuttert.


Mittwoch, den 29. Januar, Pucusana
Wir lesen. Und Abends kochen wir. Hören Musik. Spielen Skat. Tati kann sowieso nicht weit laufen mit ihrem Kreuzbandriss. Jan und ich fotografieren. Es ist ruhig. Frank muss ab und an mal rüber zum Festland um zu organisieren, irgendwas. Eben ruhig hier. Heute neblig. Die Möwen sitzen neben den Pelikanen auf den Booten in Reih und Glied und warten, dass Futter vorbei kommt. Manchmal machen sie seltsame Geräusche, die Vögel. Wie Kindergeschrei. Ist aber keins. An trüben Tagen bleiben sogar die Kinder weg vom Strand.

Donnertag, den 30. Januar 2014 Pucusana
Die Sonne steht über uns und heizt. Man soll, sagen sie uns, nicht denken, im Winter wäre es auch warm. In Lima sinkt die Temperatur schon mal auf 10 Grad. Und das ohne Heizung. Warum sie die Stadt trotzdem lieben hat sich mir noch nicht in Gänze erschlossen.


Unser Inselchen besteht aus steilen Hügeln. Über den festgepappten Wüstenboden ist feiner Sand  angeweht worden. Der 45 Grad steile Aufstieg ist nicht nur rutschig wie im Schnee, nein, auch noch die Möwen greifen, je höher wir kommen je intensiver an. Ganze Rudel kreisen laut schreiend über uns, stürzen im Steilflug herab, bei manchen kann man das Rote im Auge sehen und den kräftigen Schnabel bewundern. Ich schreie, schlage mit dem T-Shirt um mich, werfe mit Steinen, das juckt die nicht. Sie verteidigen ihre Nester und Eier effektvoll. Da geh ich nicht mehr rauf.

?Doch die Aussicht war grandios bis weit nach Norden und Süden die trostlose Wüste entlang, unterbrochen von Buchten an deren Strand das Meer schäumend brach. Am Fuß unseres Inselberges die Ferienhäuser, ineinander verschachtelt und übereinander gestapelt um die geringe  noch begehbare Hangunterseite mit Zugang zur Bucht maximal auszunutzen. Drüben auf der anderen Seite der Bucht die Kästen wie Container, die Wohnungen sind, manche rot, blau, gelb angestrichen um die Tristesse zu übertünchen. Dazwischen größere, hell erscheinende Wohnblöcke, bei denen, kommt man näher, der Putz abbröckelt und die Scheiben blind sind. Keinerlei Grün ist dazwischen sichtbar, alles grau-braune staubige Erde. Wenn Kinder spielen, steigen kleine Staubwolken auf. Nur in den weiter entfernten Feriensiedlungen gibt es pompöse Häuser im arabisch-italienischem Stil (gibts den?) deren Bedienstete mühevoll kleine Areale mit Gras und kleinen Palmen wässern.
Heute Morgen riesige Quallen in der Bucht. Nix mit Schwimmen. Bleibt nur, noch mehr Faulenzen.

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Das Barrio "Miraflores" (wir befinden uns mitten drin) ist voll von Reichen und Schönen. Und manchmal gibt es auch folklorisitische Darbietungen aus dem Inneren des Landes. Obwohl ich oft dem Eindruck mich nicht erwehren konnte, da sei viel Ami-Mischung dazwischen geraten. Ein paar Menschen sahen echt aus. Und der Ursprung der ganzen schrecklichen Göttermasken ist sicher aus dem Hochland.

 

Lima, volkloristisches im Park - 6

Lima, volkloristisches im Park - 7

Lima, volkloristisches im Park - 8

 

Lima, volkloristisches im Park - 9

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Morgens zum Frühstück gehen wir die Colon runter bis auf den Malecon, die Uferstraße. Da rechts

Lima, Frühstücksspaziergang - 1Oben auf den Felsen entlang

Lima, Frühstücksspaziergang - 4Mit fantastischen Aussichten

Lima, Frühstücksspaziergang - 3Und hinten im Park "Der Verliebten", da gibt´s unser Frühstück

Maraquya-Mango Saft frozen

Lima, Frühstücksspaziergang - 5

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Mittwoch, 22. Januar


Seit fast einer Woche wieder in Lima. Zuerst haben wir bei Nadia gewohnt. Sie war sehr lieb, hat uns immer Frühstück gemacht und gesagt, wir könnten ihre Wohnung benutzen als sei sie unsere. Aber den ganzen Tag mit den Kindern in ihrem Wohnzimmer spielen und in ihrer Küche kochen - das wollten wir nicht. So sind wir umgezogen und seit gestern wieder in einem Appartement im Zentrum von Miraflores. Da pulst dat Leben!. Mittenmang. Gut, dass wir in einen Hinterhof schauen, da ist der Verkehrslärm gefiltert.


Heute ist M´s Geburtstagsessen, Geschenk von Frank. Mittags. Weil, sagt Frank, die Limetten mittags essen. Nur die Touristen essen abends. Sagt Frank. Und wir. Und die Leute, die in guten Lokalen stilvoll essen wollen (sag ich). Darüber streit ich mich mit Frank. Es stimmt. Mittags haben die Volksküchen auf und Peru hat eine sehr große Varietät an regional geprägten Essen. Die sind einfach und durchweg geschmackvoll. Schnell essen ist angesagt, die nächsten stehen auf der Matte. Abends gibt es internationale Küche, peruanische Küche und gemixte Küche. Und hervorragende Bedienung. Mit Preisen in deutscher Höhe.


Gestern Abend gabs Gemüse-Yuca. Eine Erfindung von M. Zu Hause. Eine eigene Küche im Appartement lässt uns dem Streit entgehen.


Wir spielen Skat zu allen Zeiten. Egal ob sie einzeln oder zusammen da sind. Ich verlier. Wie immer.


Nächsten Montag wollen wir die Panamericana runter auf die Halbinsel Pucusana, eine Woche Ferien machen. Wir waren vor 4 Jahren schon mal da und Frank hat dieselbe Wohnung für uns alle gekriegt. Tati wurde noch nicht am Kreuzband operiert und kann problemlos mitfahren. Das war die ganze Zeit ungewiss. Sie geht an Krücken, hat aber keine bis wenig Schmerzen (und der Arzt sagt, sie soll belasten).


Frank macht seinen Bio-Markt am Samstag und Sonntag. Gestern haben wir ihn auf dem Sonntagsmarkt besucht. Der ist direkt neben einer großen Markthalle. Es war ganz schön was los. Viele Menschen da. Er hat eine Reihe von Kunden, aber sein Sortiment ist nicht sehr groß. Er tut, was er kann um über die Runden zu kommen, und wenn er die Kunden mit seinen Bio-Feria Lima - 12Sesamstangen anlockt, dann kaufen sie auch. Wir waren auch bei ihm zu Hause, Cecilia ist meist weg. Sie suchen beide eine andere Wohnung. Vielleicht behält Frank das Haus auch und macht eine WG drin, bei der die anderen auch Miete zahlen. Wäre ja ganz vernünftig.


Seit wir Jan den Neoprenanzug fürs Surfen gekauft haben, ist er fast jeden Morgen ganz früh am Strand und ist abends völlig fertig. Es scheint ziemlich anzustrengen.

 

 

Vor unserer Abreise hatten wir noch eine Diskussion mit Kennern, die peruanische Küche nicht kannten.prima Essen Diese Lücke ist zu füllen (ich darf nicht angeben, auch ich wusste nicht dass sie dermaßen gut ist). Nach einem sehr guten Essen heute Mittag  (siehe Fotos) noch mal im Netz gesucht und folgendes gefunden:


Willkommen in der Tonopa Welt (tonopa.de)
Die Küche Perus?Peru, das Land der unterschiedlichen Klimazonen und der unzähligen kulturellen Einflüsse ist auch ein Land der schmackhaftesten Küchen der Welt. In Perus kreolischer Küche verschmelzen die einheimischen mit europäischen, arabischen, afrikanischen und asiatischen Rezepte. Die Geographie des Landes bietet mit seinen 84 von 115 auf der Welt existierenden Mikroklimata beste Voraussetzungen für einen Reichtum an Zutaten. Es gibt kaum eine Frucht oder ein Gemüse, welches nicht irgendwo in Peru wächst. Somit kann Peru über 500 Rezepte aufweisen, die sich in ihrer Schmackhaftigkeit durch nichts überbieten lassen.?Es gibt wohl kaum eine Frucht oder ein Gemüse, welches nicht irgendwo in Peru wächst. Nur die Kartoffel, die für die peruanische Küche eine der wichtigsten Zutaten ist, kommt in fast 5000 Varianten vor.

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?Donnerstag später Nachmittag Ankunft nach 18 Std Fahrt über die Anden. Essen Hähnchen in der Stadt. Pucallpa-Umgebung---02.jpgDie wirkt in der Dunkelheit quirlig, fremd und sehr laut. Gehen noch einkaufen im neuen Supermarkt. Zum Tagesabschluss mache ich Pisco Sour. Um 9:00 ist Feierabend


Freitag: Um 7:00 beginnt der Generator zu brüllen, wir können Kaffee kochen und duschen. Gerd&Andres zeigen uns die Anbaufläche hinter dem Haus. Hatte ich mir anders vorgestellt. Versinken im Schlamm, brauchen Stiefel. Kleine, mickrige Stengel Jatropha-Pflanzen zwischen hohem Gras. Das ist ein neuer Versuch mit Stecklingen, sagt Gerd. Pucallpa-Umgebung---25.jpg?Fahren raus zur Anbaufläche. 1 1/2 Std Fahrt über Lehmpiste (bei Trockenheit Staub, bei Regem Schmierseife). Es gibt eine kürzere Verbindung, da ist eine der Holzbohlen-Brücken zusammen gebrochen. Kommt öfters vor sagt Gerd. Und in der Regenzeit ist zumeist überhaupt kein Durchkommen. Auch nicht mit Vierradantrieb. ?

Auf dem großen Feld von 40 Ha erkennen wir kaum Pflanzen, nur überwucherndes Gras um zumeist kleine Schösslinge. Vereinzelt überragen große, kräftige Jatropha den Wildwuchs. Daneben ein Feld von 1 ha mit schönen hohen Jatropha-Pflanzen. Aber auch da hohes Gras dazwischen. Der Urwald holt sich sein Land zurück wenn nichts getan wird. Jetzt verstehen wir die Notwendigkeit, des regelmäßigen Mähens (Mulchens) zwischen den Reihen und dem Hacken zwischen den Pflanzen. Jeden zweiten Monat muss das gemacht werden. Andres beginnt, fährt mit dem Traktor mit angehängtem Mulcher in die Reihen und verschwindet am Horizont. Am späten Nachmittag essen wir in einem primitiven Lokal im Dorf. Es schmeckt. Die Hunde freuen sich auf die Knochen. G. und A. reparieren am zweiten Mulcher. Zum Tagesabschluss mache ich Pisco Sour. Um 9:00 ist Feierabend. M sitzt mit Gerd, sie reden über Gott und die Welt. Mit Gerd, sagt M, kann man reden, der hört zu und fragt.


Samstag: Einkaufstag. Ein großes Differenzialgetriebe muss zur Werkstatt, sie können mit eigenen Bordmitteln das Ding nicht öffnen. In der Werkstatt haben sie eine Hydraulikpresse. Alle Kugellager müssen ausgetauscht werden. Und das nur, weil derjenige, der es ihnen gebraucht verkauft hat, kein Öl eingefüllt hatte. Danach gehen wir essen an einem See. Solange Licht ist reparieren sie noch am Mulcher. Zum Tagesabschluss mache ich Pisco Sour. Um 9:00 ist Feierabend
Sonntag ausschlafen. Jatropha_Farm---22.jpgDie beiden hängen weiter am Mulcher, haben ihn auseinander, bauen ihn zusammen, sind ölverschmiert. Andres kocht ein köstliches Aji de Gallina. Hähnchenstücke in Erdnusssoße mit scharfem Aji. M hat das Rezept gleich notiert).


Montag: Gerd verschwindet, er braucht Teile für den Mulcher, die extra hergestellt werden müssen. Wir hacken zwischen den Stecklingen hinter dem Haus. Ich nicht lange, M bis sie nach Stunden eine Blase an der Hand hat. Später kommt die angestellte Frau von nebenan mit der Machete und Andres hackt nach, was ich begonnen. Abends mache ich Spaghetti mit Tomaten aus der Gegend. Die sind fest und schmecken anders.


Dienstag: wir wollen wieder raus aufs Feld.  Um 7:00 Frühstück. Müssen warten, ein Tropenregen. Erst spät kommen wir weg. Warten ist öfters angesagt, nicht viel klappt beim ersten Mal. Andres mulcht das kleine Feld. Der dort wohnende Arbeiter ist nicht anzutreffen. In den drei vergangenen Wochen hätte er die 1 Ha-Fläche zwischen den Pflanzen hacken können. Er hat nur 13 Reihen gemacht. Gerd heuert einen neuen an. Sie wechseln oft, sagt er. Wir (M und ich) werden von Gerd im Traktorfahren unterwiesen und mulchen die Wege. Gerd bedient die Höhenverstellung. Immer die rechte Ecke des Motorblocks mit der Kante des Gegenschnitts im Visier behalten. Dann mäht der Ausleger korrekt die nächste Reihe. Es regnet immer wieder. Pucallpa-Umgebung---30.jpgDie Rückfahrt ist später als geplant, wir kriegen um 18:00 beim Einkaufen im Dorf ein paar Nüsse. Nach 10 Std. seit dem Frühstück! (Da draußen gabs Pampelmusen vom Baum, sonst nix). M macht Knoblauchhähnchen mit Gemüsekartoffeln. Ich mache Pisco Sour (im Dorf gab es Eis in einer Hütte - seine einzige Produktion).

Mittwoch: der Generator geht spät an, gestern war ein harter Tag. M will hacken, es geht nicht, Wolken von Mücken überfallen sie. Gerd sprüht das Feld. Moskitos kommen nach dem Regen aus dem in den Furchen stehenden Wasser der Anpflanzung in Scharen. Man zu. Sonst kann keiner da arbeiten.
Ich sitze in unserem Zimmer, wie so oft. Schreibe, entwickle Bilder, schneide Filme, mache den Blog. Brütend heiß. Klimaanlage und Ventilator sind aus, der Generator schweigt. Manchmal stellen sie die ganze Anlage ab um die Batterien zu schonen. Die Luft ist stickig. Fenster aufmachen empfiehlt sich nicht, hab ich gestern versucht und gleich waren die Moskitos da um uns zu beglücken.
Der letzte Tag.

Wir fahren wir zur Müllhalde, den Müll entsorgen. Hier schmeißt man noch alle Flaschen, ob Plastik oder Glas in den Müllcontainer. TsTsTs.

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Am späten Nachmittag gehen wir essen am See. Der See ist zauberhaft im Abendsonnenschein

 

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Um 22.00 Uhr sind die Lichter aus. Da fängt der Hahn an zu krähen. Ob ihn die laute Musik, die von Gegenüber der Straße herüberweht, durcheinander gebracht hat? Da fällt mir eine andere Geschichte ein. Wir besuchen Freund Manfred in der Dominikanischen Republik. Er wohnt außerhalb der Stadt. Jede Nacht, aber auch jede Nacht werden wir gestört durch das Krähen eines Hahnes, der auf dem Baum neben unserem Schlafzimmer sitzt. Ich sammele Steine. Das Fenster hat Lamellen, durch die gerade mal meine Hand passt. Versuche aus dem Handgelenk zu werfen. Der Hahn kräht weiter. Da gehen die Lamellen kaputt. Und der Hahn kräht. Morgens erzählen wir es Manfred. Wegen des Fensters. Der lacht sich kaputt. Das ist kein Hahn, sagt er, das ist ein Papagei, der bei einem Hahn gelernt hat.


Donnerstag: Rückflug nach Lima. Tati schreibt, sie wird nicht Freitag am Kreuzband operiert. Das Knie muss erst abschwellen. Sie kriegt Physiotherapie.
Hanne hat einen Film gefunden. Aus Indien. Da produziert ein Dorf Jatropha Öl und betreibt damit einen Generator, sie haben jetzt Strom und abends Licht, ganz einfach aber effektiv - und daraus ergeben sich viele andere Sachen. Hier: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=18147
Fast 2 Tage haben wir gebraucht für die Fahrt über die Anden in den Oriente von Peru. In knapp 1 Stad hat uns das Flugzeug zurück gebracht. Ist das jetzt ein Segen?
Tati und Jan wieder getroffen, sie kamen gleich angesaust.
 

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So ziemlich allen Komfort, den Mittelstandsfamilien (auch in Peru) im Hause haben gibt es auch hier. Zumindest in Küche und Bad. Saftpressen, Kaffeemaschinen, Mixer (für Pisco sour unentbehrlich, M hat Kartoffelsalat gemacht, Andres einen herrlichen Aji). Es gibt einen Herd, mit Flaschengas betrieben, eine Kühltruhe und einen Kühlschrank, Toaster, Mikrowelle, Reiskocher etc. Und im Bad eine Waschmaschine und eine Dusche mit Warmwasserboiler (wozu man hier Warmwasser beim Duschen braucht, ist mir ein Rätsel). Im Schlafzimmer auf der anderen Seite der Halle ist eine Klimaanlage eingebaut, vor-Fruhstuck---1-von-3-.jpgdie liefert auch uns im Nebenzimmer kalte Luft, wenn die Verbindungstür auf ist. Und ein Tiefbrunnen fördert trinkbares Wasser.


Aber? jetzt kommt das große Aber: All diese schönen Sachen gehen nur, wenn der Generator an ist. Zwei haben sie davon, einen als Ersatz. Der Hauptgenerator natürlich umgestellt auf Speiseöl als Treibstoff. Jathropha-Pflanzung--19-von-20-.jpgDie stehen in einem Raum hinter der Küche und machen einen infernalischen Krach. Sogar auf der anderen Seite der Halle im Wohnbereich versteht man sein eigenes Wort nur schwer. Meist ist er aus, der Generator. Dann speist die kleine Solaranlage die Batterien und liefert ein wenig Strom, ausreichend für Licht und kleinere Verbraucher. Duschen kann man dann nicht, auch keinen Kaffee machen, die Klimaanlage braucht eine Menge Strom und geht auch nicht, ebenso wenig die Gefrierschränke. Nur ein Rinnsal Wasser läuft aus den Hähnen. Da gilt es Haus zu halten und genau zu kalkulieren, wann was gemacht werden soll. Zum Beispiel die Kühltruhe, die speichert länger die Kälte und wird mit den sensiblen Lebensmitteln bestückt. Der Kühlschrank nicht, da war M´s LF-Milch sauer.


Nachts aufs Klo ist eine Wanderung in der Dunkelheit quer durch die Halle. Aber dann ist es wohlig angenehm, sich von der lauen Luft umhüllt wieder schlafen zu legen.


Jathropha-Pluto--10-von-39-.jpgPluton vom Südlichen Kreuz heißt der Schäferhund mit vollem adligen Namen, Pluto reicht. Er ist sanft und lieb und kommt auch bei Fremden gleich zum Schmusen an. Nachts liegt er längelangs ausgestreckt und schläft auf dem warmen Estrich des Hofes oder, wenn es regnet, verzieht er sich unter einen der Traktoren in der Halle. Viel bewachen trau ich ihm nicht zu. Am liebsten fährt er hinten auf der Ladefläche des Pick Up. Dann sitzt er aufrecht und lässt sich den Wind um die Nase streichen.


Jatropha-Fruhstuck--1-von-1-.jpgMorgens nach Sonnenaufgang beginnt des Farmers Tag mit einem kräftigen Frühstück. Andres macht French Toast, oder Pfannkuchen aus Bananen oder so was. Gerd presst saftige Apfelsinen aus (Nachmittags macht er zumeist noch mal Saft aus tropischen Früchten) und das schlabbrige Weißbrot sieht aus wie Marmorkuchen, ist aber nur eine optische Täuschung.


Nach dem Abendessen legen sich die beiden, lesen, spielen, schauen Film am PC (Fernsehen dringt nicht bis hier her). Und das 7 Tage die Woche. Andres hat und will kein Internet, macht lieber Sport, 2 Std. am Tag und kocht (sehr gut). Was soll man sonst hier machen, sagt er. Gut, am Sonntag haben sie auch ein wenig länger geruht. Und dann eine Maschine repariert. Andres hat einen Rhythmus von vier Wochen Finca, zwei Wochen Lima, Gerd zwei zu zwei Wochen. Wir müssen uns überlappen, sagt Andres, sonst sinkt die Arbeitsmoral der Angestellten. Es gibt sie noch immer, die jungen Leute, die das Abenteuer und das andere Leben lieben. Und die Arbeit mit den Maschinen ist sowieso ihre Sache. Die Erstbearbeitung hatten sie mal fremd vergeben, erwies sich aber zu teuer und zu ungenau.


Projekt Jatropha (2 von 14)Wir helfen ein wenig. M hat das Tor gestrichen, säubert die Reihen der Jatropha-Stecklinge hinter dem Haus, kocht, kauft mit ein. Ich mach derweil Blödsinn und bleib im Pick Up zur Mittagsruhe- aber nur das eine Mal. Die verfluchten Türe der neuen Autos lassen sich nicht von innen öffnen, wenn sie automatisch geschlossen sind. Und da wird's ganz schön warm da drin in den Heizkessel. Und wenn ich nicht  solch Blödsinn mache, dann dokumentiere ich, fotografiere, entwickle und schreibe. Das hier z.B. Heute sogar mal die Hacke genommen und zwischen den Pflanzen rum gehackt. Nicht lange, ich konnte die Ausrede ?Kreislauf? vorbringen.  


Ich hab gestern Abend Spaghetti mit Tomatensoße gemacht. Die Nudeln waren peruanischer Herkunft, Sonderangebot im neuen Supermarkt. Als ich die Tüte in das kochende Wasser entleert hab, schwamm was Schwarzes drin herum. Habs rausgefischt, es war ein schwarzer Engerling oder so was. Konnte ja nicht mehr leben. War ja kochendes Wasser. Aber ein wenig schlecht war mir´s doch. Habs den Anderen nicht gesagt.


Wir machen mit, werden früh wach wenn der Hahn kräht und die Vögel ihre Lieder anfangen zu singen in nicht bekannten Konzertvariationen. Und essen Frühstück! Heute wollen wir aufs Feld, mulchen. Erstmal regnet es was es regnen kann. Warten. Müssen wir öfters können. Gehört hier dazu. Und Abends lesen wir, schlafen früh in der lauen, sanften Luft, umschwirrt von Moskitos. Und draußen irgendwo machen die Zykladen ihren lieblichen Krach und es spielt eine Musik lateinamerikanische Schlager bei der wir einschlafen und aufwachen.


Gestern Traktor gefahren. Wege gemulcht. 1 Km rauf, 1Km runter, 450 m längs und das Ganze wieder zurück. Mehrmals. M auch. Schließe mich trotzdem keinem Traktorveteranenverband an. Heute kaputt.

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Jathropha-Pflanzung--15-von-20-.jpg
Der Mähdrescher (rechts ein wenig zu sehen) erzählt eine eigene Geschichte. Um nicht nur auf einem Bein (der Jatropha) zu stehen, sollte ein zweites Produkt angebaut und vermarktet werden. Die Sonnenblume. Sie wächst gut in diesen Breiten und die Sonne, die sie braucht, gibt es genügend.

 

Nur nicht im ersten Jahr. Einen Monat vor der üblichen Regenzeit kam der Regen. Und die Sonnenblumen verkümmerten. Gut, es kann ja mal Schwankungen in den Wetterperioden geben (obwohl die ansonsten recht stabil sind). Verlust abgeschrieben, neu begonnen. Auch im 2. Jahr wuchs das große Feld der Sonnenblumen wunderbar. Bis der Regen kam. Wiederum einen Monat vor Beginn der üblichen Regenzeit. Wieder ertranken die armen Sonnenblumen und die Ernte war hin. Gerd sagt, das muss an der Klimaänderung liegen, die hat uns getroffen. 


Der Mähdrescher, mit einem Spezialvorwerk für die Ernte vorgesehen, steht zum Verkauf.

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