Zum ersten Mal seit langem wollten wir einmal rechtzeitig mit dem Packen fertig sein. Wollen tun wir das ja immer, aber diesmal war der Vorsatz besonders groß. Die Packliste war schon vorbereitet, also mussten wir ja nur noch die Sachen aus den Kästen nehmen. Aber welche Sachen aus welchen Kästen?
Angefangen hat es mal damit, dass wir als 5-Stern-Neulinge etwas unsicher bezüglich Kleidungsvorschriften waren. Das kleine Schwarze plus Anzug oder doch das Sommerkleidchen bzw. Hemd?
...im Endeffekt landete etwas von Allem im Koffer. Wahrscheinlich viel zu viel für 7 Tage (wie immer).
Wirklich Zeit hat uns aber die Suche nach dem Segelschein gekostet, der nach dem Segelurlaub abgetaucht und bis heute (auch nach fünfstündiger Suche) nicht mehr aufgetaucht ist.
Das Gewicht des Reisegepäcks ist prinzipiell ja auch immer ein Thema, aber wie viel können so ein paar T-Shirts schon wiegen? Beim Einchecken in Wien war die Waage dann auch kaputt, also blieb als Knackpunkt das Wassertaxi zum Resort.
Aber alles der Reihe nach. So rechtzeitig wir mit dem Packen auch begonnen haben, war es in den letzten Minuten doch wieder wie immer knapp mit der Zeit. Kasia und Gerwin haben dann noch fleissig mitgeholfen, um alles fachgerecht zu verstauen.
Ab zum Flughafen. Mit Bus, U-Bahn und Schnellbahn ist das unkompliziert und schnell. Eingecheckt haben wir schon online am Vortag, also war alles entspannt.
Der Flieger startete um 14:30 Richtung Dubai und war bis zum letzten Platz (wie erwartet) voll. Aber Emirates als Fluglinie ist sehr zu empfehlen, die Sitze sind komfortabel und das Unterhaltungsprogramm in der Boeing 777, mit einer Auswahl von zig Filmen und sogar etlichen Spielen (Tetris - Ania hat nach 15 Jahren das Punktesystem durchschaut, Hangman - in englisch gar nicht leicht, etc.) genial. Ein tolles Feature sind vor allem die Front- und Boden-Kameras, mit denen man live Start und Landung mitverfolgen kann.

In Dubai sind wir mit etwas Verspätung um 23:00 (5,5h Flugzeit) gelandet. Wir waren schon sehr auf den angeblich so tollen Dutyfree-Bereich gespannt. Von vielen Geschäften, die aufgrund ihrer großen Auswahl einen Gutteil zum Gesamtumsatz von Dubai beitragen, war die Rede. Man kann dort stundenlang die Zeit totschlagen und soll ja Platz für die Einkäufe lassen. Nunja, imposant war das Terminal schon, weil sie so viel Platz verschwendeten, dass sie merkwürdige Rolltreppen-Kreisfahrten einbauen mussten, um den Größenwahn zu kaschieren. Die Shops waren dann aber sehr enttäuschend. Wien-Schwechat hat wahrscheinlich mehr Geschäfte. Die zwei Seiten des Terminals wiederholen sich spiegelverkehrt und die Preise sind im Durchschnitt. Wobei wir selten bei Gucci und Armani kaufen und den Preisvergleich nur bei den Elektronik-Geräten und beim Essen machen konnten.
Nach einem Einkehrschwung bei Mc Donalds, einigen Kilometern Fußmarsch und 1h Schlaf ging es dann um 3:30 wieder mit einer 777 der Emirates weiter nach Male. Diesmal schauten wir nur einen Film und konnten bei etwas entspannterer Auslastung des Fliegers noch 2h Schlaf einbauen.
Die ersten hellgrünen Atolle kündigten nach weiteren 4,5h die Flughafeninsel von Male an. Diese besteht eigentlich fast nur aus einer Landebahn. Die danebenliegende Hauptinsel Male sieht von oben aus, als hätte man das Herz einer Kleinstadt ausgeschnitten und ins Meer geworfen, wo es nun friedlich dahintreibt.

Draussen wurden wir sehr herzlich von den Betreuern des W begrüßt und abgeholt. Beim Wassertaxi wurde unser Gepäck dann doch gewogen: 28.6 (das nächste Mal borgen wir uns Kasias Koffer nicht mehr aus - viel zu viel Platz!), 13.6, 8.6 und zwei Mal freundlich geschätzte 2.3kg Handgepäck (allein die 2kg in Dubai gekauften Nüsse wären da schon "ins Gewicht gefallen") ergaben 5.3 kg Übergepäck bzw. 21$ Aufzahlung (ok, das nächste Mal nehmen wir leichtere T-Shirts mit! ...oder doch ein paar Schuhe weniger?).

Vom internationalen Flughafen ging es dann einmal rund um die Landepiste zum Wassertaxi-Flughafen, wo wir in der W-Lounge nochmals mit Obst und Getränken empfangen wurden und gleich das Einchecken im Resort erledigten.

Auf den Abflug mit dem kleinen Wasserflugzeug mussten wir nicht lange warten. Nach 35min tauchte das W Resort dann unter uns auf. Wegen dem starken Wind landeten wir bei einer kleinen Plattform etwas
weiter weg von der Insel und wurden von dort mit dem Boot abgeholt.
Am Steg wurden wir dann von einigen Angestellten und dem Hotelmanager sehr freundlich winkend empfangen. Nach dem obligatorischen Foto beim W erhielten wir eine Inselrundfahrt im Elektro-Wagerl. Dann endlich, nach 20,5h Anreisezeit (24h Tür-zu-Tür) betraten wir unsere Villa im Paradies und wussten auf den ersten Blick, dass sich die Strapazen ausgezahlt haben.
Erstellt von: kunuku
Kategorie:
Anreise/Abreise