Tag 3 auf den Malediven

Obwohl wir es am Vortag doch vor Mitternacht ins Bett geschafft haben, fiel das Aufstehen aufgrund der durchwachten Nacht schwer. Also waren wir wieder sehr spät beim Frühstück. Als alteingesessene Veteranen (wir waren ja immerhin schon zum 2. Mal beim Frühstück), haben wir bemerkt, dass wir nicht die einzigen Spätaufsteher sind. Es kamen noch einige später, wie z.B. die mit uns angereisten, immer grantig dreinschauenden Spanier, die aber bereits mit verschiedensten Pärchen den Tisch teilten.

Heute versuchten wir uns an Bami Goreng (mit Reis?) und Jasminreis Gongee (Milchreis mit Ingwer), beides kein kulinarischer Höhepunkt.

Nachdem der Putzmann wieder unser Zimmer blockierte, mussten wir auf eine lange Fotosession gehen, um die Zeit totzuschlagen. Wenn wir also zu viele Fotos geschossen haben, ist nur er daran schuld. Im Zuge dessen haben wir auch gleich unsere ersten sozialen Kontakte mit einem in Dubai lebenden Britenpärchen gemacht. Die Frage, ob wir am Rückflug in den 7 Stunden nächtlichen Aufenthalts in die Stadt fahren sollen, konnten aber auch sie uns nicht beantworten. Ausserdem haben wir live miterlebt, wie die "Good Morning"-Fußmatten gegen die "Good Afternoon"-Matten ausgetauscht wurden. Es wird einem schon einiges geboten auf dieser Insel!

Die letzte Putz-Viertelstunde haben wir dann doch das Oberdeck gestürmt. Dieser Reinigungswahn befriedigt sogar Anias Ansprüche. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es am Abend noch ein Putzservice gibt, dieses wir aber bisher immer mit der "bitte nicht stören"-Karte abgewimmelt haben. Der Putzmann ist sehr kommunikationsfreudig und antwortet darauf mit einer "couldn't provide the evening service"-Karte.

Den Nachmittag verbrachten wir mit einer ausgiebigen Schnorcheltour an unserem Strand. Wir sind diesmal schon durch den Schnorchelkanal auf die Aussenseite des Riffs geschwommen, wo Ania erstmalig in den Abgrund geblickt hat. Nach dem 3. Mal hinsehen war's dann auch gar nicht mehr so angsteinflößend. Sie hat dann auch die ersten Tieftauch-Versuche gestartet und sich tapfer bis 3m Tiefe vorgearbeitet - eine wichtige Vorbereitung für den morgigen Tauchgang. Dann sind wir noch entlang des Riffs geschnorchelt und Ania bekam immer mehr Sicherheit. Die Fischvielfalt kann sich jedenfalls sehenlassen.

Abends gab es dann wieder einen kurzen Regenschauer. So etwas kann Tom beim Poolen aber natürlich nicht abschrecken und solange es nicht mehr wird, ist das noch kein Problem.

Als Vorabendprogramm stand diesmal eine Partie "Le Havre" auf dem Programm. Mit den mitgebrachten Zusatz-LED-Lampen (Review-Hinweis und Kasia/Gerwin sei Dank) haben wir auch im Schaukelbett am Oberdeck genug Licht zusammengebracht. Eine kurze Pause mussten wir wegen dem "Fogging" einlegen. Jeden Tag bei Dämmerung wird die Insel gegen Moskitos besprüht. Ob die Taktik, das abwechselnd einmal am Strand und einmal am Weg zu machen Sinn macht, sei dahingestellt.Es wäre doch sicher besser das nur jeden 2. Tag zu machen, dafür aber ganzflächig?

Diesmal wollten wir uns auch am Abendprogramm beteiligen. Angesagt war "Bohemian Bonfire" mit Cocktails und DJ am Fire Beach. Nachdem wir uns resort-fein gemacht haben wanderten wir zum Fire-Restaurant, um dort zu erfahren, dass das Event wegen Wind abgesagt ist. Ein kurzer abendlicher Rundgang hat dann bestätigt, dass auch die anderen Gäste eher ihre Ruhe genießen, weil kaum jemand unterwegs war. Nach ein paar Nachtaufnahmen zogen auch wir uns wieder zurück. Wir werden wohl das meiste unserer Kleidung wieder ungebraucht nach Hause fliegen.

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