Ein Mit-Grund für die Reise auf die Malediven war die Wetterbeständigkeit. Im Jänner gibt es im Jahresschnitt nur 3 Regentage und 8 Sonnenstunden pro Tag. Ist halt immer die Frage, was man als Regentag deklariert, aber wir hatten ja schon täglich einen kurzen Schauer (bei Temperaturen um 30° nicht unangenehm) und bewölkt war es auch immer wieder. Wirklich erwischt hat es uns aber am vierten Tag. Schon am Weg zum Frühstück hat uns ein tropischer Regenguss ein Open Air Essen verhindert. Die Hoffnung, dass es dafür den restlichen Tag besser wird, wurde leider nicht bestätigt. Es hingen durchgehend schwere Regenwolken am Himmel und der Donner grollte bis in die Nachtstunden. Es regnete zwar nicht durchgehend, aber ausreichend, dass kein Strandfeeling aufkommen sollte. Die in jeder Villa vorhandenen Regenschirme erfreuten sich jedenfalls starker Beliebtheit.

Das Frühstück (wir testeten sehr gute eggs benedict) war indoor etwas gedrängter. Dafür hatten wir etwas mehr die Gelegenheit unsere Mitgäste zu studieren. Dabei haben wir jedenfalls festgestellt, dass die vielen japanischen Gäste mit einer Vielzahl von unterschiedlichen (unserer Meinung nach unkleidsamen) Stilen ein gänzlich anderes Modebewusstsein haben - teilweise kombiniert mit den orangenen Schwimmwesten ein amüsamtes Bild ergeben. Die grantige Spanierin erschien überhaupt im Bademantel zum Frühstück - naja.


An diesem Tag sind wir mal bis ans Ende des langen Wasservillen-Stegs spaziert und waren recht beeindruckt, dass der ganze Steg mit der typisch coolen Musik beschallt ist. Überhaupt bestätigt uns die Musikwahl in der Ansicht, dass das W Resort eher was für "jüngere" Leute ist (jaja, wo sind die Kommentare? :).
Bei so viel Wasser von oben, konnten wir uns auch gleich unter die Wasseroberfläche begeben und starteten unseren ersten Tauchgang. Für Tom gab es noch eine unangenehme Überraschung, weil er statt einem normalen Orientierungstauchgang ($ 65,- plus $ 25.- Leihgebühr) einen Refresher-Tauchgang um $ 170.- (alles exkl. 10% tax) verschrieben bekam. Der einzige Unterschied: 5min Fragebogen ausfüllen und 1x Maske abnehmen unter Wasser. Notiz an uns: Das nächste Mal unbedingt behaupten, dass der letzte Tauchgang weniger als 12 Monate zurück liegt! Ins Wasser ging's dann dafür mit eigenem Guide, aufgrund des schwachen Lichts waren die Farben aber leider nicht so toll. Der Luftverbrauch war noch stark verbesserungswürdig, denn nach gut 35min war Schluss.
Ania machte mit der Tauchschul-Chefin Tessa ihren ersten Tauchgang im offenen Wasser ... und hat sich toll geschlagen. Alle Ängste wurden beiseite geschoben und sie absolvierte die Übungen ohne Probleme - Dank an Tessa, die die Hälfte der Zeit ihre Hand gehalten hat. Belohnt wurden sie dafür mit der Sichtung einer Schildkröte und eines großen Adler-Rochens.
Nach dem Duschen sind wir dann nochmal zur Tauchschule, weil wir etwas unsicher waren, ob Tessa vielleicht eine Privatstunde verrechnen würde (um läppische 250.-). War dann aber zum Glück nicht so. Dafür haben wir uns gleich für die Miete einer Unterwasserkamera (75.-) für den nächsten Tauchgang entschieden. Ist immerhin günstiger als die billigste Flasche Wein im Weinkühler und wir haben länger etwas davon ... die Preise hauen uns immer wieder von den Socken.
Den restlichen Abend verbrachten wir mit Badewanne und spielen. Tom hat dann noch kurz den Pool bei Regenwetter getestet, während Ania das nächste Buch von Stephanie Meyer verschlang.

Einen Kurzbesuch stattete uns noch unser neuer Nachbar ab, weil unsere Decklautsprecher in voller Lautstärke brüllten (was man unten gar nicht mitbekommt). Offensichtlich hatten wir den Kampf mit der komplizierten Anlagensteuerung wiedereinmal verloren. Die tolle Bose-Anlage wird durch 2 riesige Fernbedienungen und 3 verteilte Regler gesteuert - selbst für zwei studierte Informatiker undurchschaubar (die Lichtsteuerung hat übrigens offensichtlich derselbe Techniker entwickelt).
Erstellt von: kunuku
Kategorie:
Malediven