Tarp Kaufberatung

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Tarps werden gerne als die „Light-Version“ von Zelten bezeichnet. Denn sie schützen vor Wind, Regen und Sonne, sind aber leichter als Zelte und haben ein kleineres Packmaß. Doch Tarps können noch viel mehr als Unterschlupf! Je nach Größe und Aufbau dienen sie als Sonnenschutz im Garten, als Strandmuschel am Meer oder als Regenschutz bei der Trekkingpause! Im Folgenden erfährst du, welches Tarp und welches Material sich für welchen Einsatzzweck eignen. Außerdem zeigen wir dir verschiedene Möglichkeiten, dein Tarp aufzubauen.

Tatonka Tarp Unterschlupf

Was ist ein Tarp?

Der Begriff Tarp beschreibt eine meist rechteckige Zeltplane aus wasserdichtem oder wasserabweisendem Material, die mit Ösen und Befestigungsschlaufen ausgestattet ist. Mithilfe von Schnüren und Stangen wird die Plane aufgestellt und gespannt.

Wofür eignen sich Tarps?

Tarps sind richtige Allrounder, die du für unterschiedlichste Outdoor-Zwecke verwenden kannst. Im Vordergrund steht dabei immer der Schutz vor Wettereinflüssen – sei es Sonne, Wind, nächtliche Taubildung oder Regen. Hier eine Übersicht der häufigsten Anwendungen:

  • In warmen Regionen ist ein Tarp ein praktischer Zeltersatz. Der Vorteil: Im Vergleich zu Zelten haben Tarps meist ein geringeres Gewicht und Packmaß. Je nachdem wie groß das Tarp ist, haben natürlich auch die Rucksäcke darunter Platz. Außerdem lassen sich Tarps sehr gut mit Hängematten kombinieren. Alles Wichtige zum Thema Hängematten findest du in unserer Kaufberatung.
  • Bist du mit dem Van oder Wohnmobil unterwegs, ist ein Tarp ein praktischer Regen- und Sonnenschutz, den du direkt vor der Tür aufspannen kannst. Gleichzeitig erweiterst du so auf einfache Weise den Wohnraum deiner vier Räder.
  • Macht ihr eine Fahrradtour und teilt euch beim Camping auf zwei Zelte auf? Dann könnt ihr ein großes Tarp über die Zelte spannen und so zwischen den Zelten eine gemütliche Wohnlandschaft schaffen. Je nach Größe des Tarps ist vielleicht sogar noch Platz für eure Räder!
  • Seid ihr in einer großen Gruppe unterwegs, könnt ihr unter einem Tarp einen Sammelplatz und Treffpunkt zum Plaudern einrichten und habt gleichzeitig einen Wetterschutz.
  • Tarps eignen sich natürlich auch als zusätzliche Apside am Zelt, schützendes Dach für die Outdoorküche oder als Sonnensegel über dem Sandkasten zuhause im Garten.
Tarp 4 TC Tatonka beige
Nordik Voss 5 grün
Flat Tarp Hyperlite Mountain Gear

Aus welchen Materialien sind Tarps?

Die meisten Tarps in unserem Sortiment bestehen aus Kunstfaser. Entweder aus Polyester mit PU-Beschichtung oder aus Nylon mit Silikon-Beschichtung. Das Ripstop-Gewebe macht sie besonders reißfest. Tarps sind wasserdicht und auch für den Einsatz bei widrigem Wetter geeignet. Die Silikon-Beschichtung hat zudem den Vorteil, dass sie UV-beständiger als eine PU-Beschichtung ist. Planen aus Nylon sind eine gute Wahl, wenn Packmaß und Gewicht bei deinem Outdoor-Abenteuer eine wichtige Rolle spielen, beispielsweise beim Wandern oder auf Radreise. Machst du einen Camping-Trip mit dem Van oder Wohnmobil und brauchst ein Sonnensegel, lohnt sich ein Blick auf Tarps aus einem Kunstfaser-Baumwoll-Mix. Vom Gewicht her sind sie etwas schwerer als reine Nylon-Planen, bieten dafür aber ein angenehmes Klima bei warmen Temperaturen. Denn durch die Beigabe von Baumwolle heizt sich die Kunstfaser nicht so stark auf. Gleichzeitig bist du unter diesen Tarps auch vor Nässe geschützt, denn sie sind leicht imprägniert und die Baumwolle quillt auf, wenn sie nass wird. So wird das Gewebe wasserdicht. Ist das „Tarpen“ Neuland für dich und du willst erstmal prüfen, ob es überhaupt etwas für dich ist, empfehlen sich günstigere Einstiegsmodelle aus Polyester und mit PU-Beschichtung.

Tatonka Tarp

Tatonka Tarps – die Tarp TC Reihe: Wer im Sommer gerne mit dem Van, Wohnmobil oder Auto campt und seinen Wohnraum erweitern möchte, kann dies beispielsweise mit den Tarp TC von Tatonka. Diese sind an allen Eckern verstärkt und äußerst robust. Der Kunstfaser-Baumwoll-Mix sorgt auch bei heißen Temperaturen für ein angenehmes Klima unter dem Tarp. Die Tarp TC sind also bestens als Sonnensegel geeignet. Das Material hält außerdem Regen ab, sollte das Wetter mal umschlagen. Du kannst aus verschiedenen Größen wählen, vom kleinen Tarp für zwei Personen bis zum großen für die ganze Familie. Campinghack: Wenn du unter dem Tarp eine Leine spannst, kannst du eine Lampe aufhängen – und Wäsche zum Trocknen.

Tatonka Tarp 1 TC
Tarp 4 TC Tatonka
Tatonka Tarp 2 TC

Was brauchst du, um ein Tarp aufzubauen?

Neben dem Tarp benötigst du für den Aufbau folgende Ausrüstung:

  • Abspannleinen: Diese sind in der Regel im Lieferumfang enthalten. Je nachdem, wie du das Tarp aufbauen willst, macht es Sinn, zusätzliche Abspannleinen oder Reepschnüre mit dabei zu haben.
  • Heringe: Diese sollten zur Bodenbeschaffenheit passen, stabil sein und etwas länger. Schließlich ist ein Tarp ein großer Windfang.
  • Tarpstangen: Spezielle Tarpstangen, wie beispielsweise von Tatonka, haben den Vorteil, dass sie sehr stabil sind und ein sehr kleines Packmaß haben, weil du sie ineinanderschieben oder wie Trekkingstöcke zusammenfalten kannst. Alternativ kannst du auch Trekkingstöcke, Paddel und Äste benutzen.
Abspannleine Tatonka
Steel V Shape Pegs Frilufts
Tarpstangen Tatonka

Wie baust du ein Tarp auf?

Ein Tarp lässt sich auf ganz unterschiedliche Weisen aufbauen. Welche du wählst, hängt davon ab, wie du es nutzen willst – als Zeltersatz zum Schlafen, als Gruppentreffpunkt oder als Schutz vor Wind? Am einfachsten lässt sich ein Tarp zu zweit aufbauen, aber mit ein bisschen Übung und Geschick ist es auch alleine möglich. Noch zwei Hinweise, bevor wir die verschiedenen Aufbaumöglichkeiten vorstellen:

  • Achte beim Aufbau immer darauf, dass Regen von deinem Tarp ablaufen kann. Das heißt, die Stangen, Wanderstöcke, Äste, an denen du das Tarp befestigst, sollten eine unterschiedliche Höhe haben.
  • Ist es windig, sollte das Tarp möglichst wenig Angriffsfläche bieten. Deshalb gilt die Faustregel: Je windiger, desto flacher wird das Tarp aufgebaut. Die Seite, die dem Wind zugewandt ist, sollte möglichst nah am Boden befestigt werden.

Schrägdach

Die schräge Abspannung des Tarps ist eine der einfachsten Varianten. Sie eignet sich vor allem bei kleineren Tarps. Dafür wird eine der beiden Längsseiten mit Heringen oder Stöcken am Boden befestigt. Die andere Seite befestigst du beispielsweise an den Trekkingstöcken oder an einem Seil, das du zwischen zwei Bäume spannst. Wenn du möchtest, kannst du das Tarp auch mit einem kleinen Dach versehen wie auf dem Bild.

Tarp 2 TC Tatonka Schrägdach

Spitzdach

Tarp 2 TC Tatonka Spitzdach

Ob Camping oder Trekkingtour, das Spitzdach ist der Klassiker unter den Aufbauvarianten. Dafür wird das Tarp seitlich runtergespannt. Das Seil, das mittig durch das Tarp verläuft, befestigst du an zwei Tarpstangen oder Bäumen. Das Spitzdach kann in unterschiedlichen Höhen aufgebaut werden, wobei gilt: Je höher du das Tarp aufhängst, desto mehr Platz steht zur Verfügung aber umso schlechter ist der Schutz gegen Wind. Das Spitzdach ist übrigens die geeignete Aufbauvariante, wenn du das Tarp mit einer Hängematte kombinieren willst.

Unterschlupf

Brauchst du einen windgeschützten Platz zum Ausruhen oder willst du unter dem Tarp übernachten, spannst du wie beim Spitzdach die Plane seitliche runter. Der Unterschied ist jedoch, dass du bei dieser Variante das Tarp möglichst bis zum Boden abspannst, sodass du rundum geschützt bist. Je nach Größe des Tarps haben eine oder mehrere Personen im Unterschlupf Platz.

Tarp 2 TC Tatonka Unterschlupf

Wing Tarps: Leicht und mit kleinem Packmaß

Eine besondere Variante von Tarps sind die so genannten Wing Tarps. Diese haben einen Minimalflächenschnitt und lassen sich daher straffer abspannen als Standard-Tarps. Außerdem sind sie leichter. Genau richtig also für Outdoor-Touren, bei denen es auf Packmaß und Gewicht ankommt.

Tarp Wing 2 LT Tatonka
Wing Wechsel

Wie groß sollte ein Tarp sein?

Bevor du dich für ein Tarp entscheidest, überlege dir, wofür du es genau anwenden möchtest. Soll es dir beim Wandern als reiner Wetterschutz dienen, bietet sich ein kleines und leichtes Tarp an, beispielsweise mit einer Größe von 2,5 Meter mal 2 Meter. Willst du unter dem Tarp schlafen und auch Rucksack und Co. unterbringen, sollte es schon etwas größer sein. Nutzt ihr das Tarp mit mehreren Personen als Gruppentreffpunkt beim Camping oder wollt ihr als Familie eine gemütliche Wohnfläche mit Tisch und Stuhl haben, empfiehlt sich eine große Größe, beispielsweise 4 Meter mal 4,5 Meter. Beachte auch, dass der nutzbare Raum unter der Zeltplane davon abhängt, wie du es abspannst. So hast du beispielsweise unter einem Schrägdach weniger Fläche zur Verfügung als unter einem Spitzdach.

Tarp oder Zelt?

Das kommt darauf an. Willst du dich nachts rundum vor Regen und Wind oder auch Mücken schützen, bietet sich eher ein Zelt an, weil es komplett geschlossen werden kann. Auch wenn dir Privatsphäre und bei kühlen Temperaturen eine gewisse Isolationsleistung wichtig ist, greife lieber auf ein Zelt zurück.

Tarps dagegen haben den Vorteil, dass sie leichter sind als Zelte und günstiger in der Anschaffung. Sie sind zudem Allroundtalente, die du für verschiedenste Outdoor-Aktivitäten einsetzen kannst. Dein Tarp begleitet dich auf Wanderungen, Kajaktouren und Radreisen – oder du spannst es bei der Gartenparty als Sonnensegel auf. Je nachdem wie du das Tarp aufbaust, kannst du zudem vom Schlafsack aus den Sternenhimmel sehen.

Tatonka Tarp Sonnensegel

Die richtige Pflege des Tarps

Damit du lange Freude an deinem Tarp hast, möchten wir dir zum Abschluss noch Empfehlungen für die richtige Pflege mit an die Hand geben. Genau wie Zelte sollten Tarps komplett trocken sein, bevor du sie länger als einen Tag lagerst. So verhinderst du, dass Feuchtigkeit die Beschichtung angreift. Beim Packen stopfst du das Tarp am besten in den Packsack statt es zu falten, um Beschädigungen an der Plane zu vermeiden. Gereinigt werden sollten Tarps von Hand mit einer einfachen Seifenlösung.

Text: Globetrotter
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