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Elise Wortley: Woman with Altitude

Zurück in die Zukunft
Selbst gebaute Holzkraxe, schwerer Tweed-Rock und genagelte Stiefel: Die Britin Elise Wortley tritt wortwörtlich in die Fußstapfen großer Entdeckerinnen und stellt deren Abenteuer nach – in originalgetreuer Ausrüstung.

Elise Wortley ist 16 Jahre alt, als sie auf einen fast 100 Jahre alten Reisebericht stößt: »Mein Weg durch Himmel und Höllen« ist eine von zahlreichen Schriften aus der Feder von Alexandra David-Néel. Die 1868 in einem Vorort von Paris geborene Abenteuerin hätte wohl noch einige Seiten mehr zu füllen gewusst. Nicht nur weil sie 100 Jahre alt wurde (im Alter von 98 soll sie vorsorglich noch ihren Reisepass verlängert haben). Sondern in erster Linie, weil sie ein unglaubliches Leben geführt hat. Ein für Frauen unerhörtes Leben, dem man entsprechend wenig Gehör schenken und wenig Platz in der Geschichtsschreibung einräumen sollte. »Ich habe mich damals als Teenager gewundert«, meint Elise, »warum ich nicht schon vorher von ihr gelesen hatte. Warum ich generell keine einzige weibliche Entdeckerin kannte. Das hat mich einfach nicht losgelassen.« Alexandra David-Néel war nicht viel älter als Elise bei ihrer Lektüre, als sie mit 17 Jahren in die Schweiz ausbüxte und allein über den Gotthardpass wanderte. Mit 20 verfasste sie erste feministische Streitschriften. Sie entdeckte den Buddhismus, studierte Sanskrit und Mandarin, trat als Sopranistin in Hanoi und Tunis auf, reiste nach Japan und Korea, durchstreifte die Wüste Gobi und hatte sich in den Kopf gesetzt, trotz Verboten in die heilige Stadt Tibets zu gelangen, nach Lhasa. Dort traf sie als erste westliche Frau den Dalai Lama.

Dass dieser Reisebericht Elise nicht loslässt, ist kaum verwunderlich. Doch er ist noch mehr – er ist ihre Inspiration und ein Ankerpunkt. In ihren Zwanzigern lebt Elise in London, arbeitet für eine Reiseagentur und leidet unter dauerhaften Angstzuständen. »Man muss sich das wie nicht enden wollende Panikattacken vorstellen. Der Körper ist konstant im Fluchtmodus.« Als es ihr nach Jahren besser geht, fasst sie einen Entschluss: Sie will auf den Spuren von Alexandra nach Tibet reisen. Die Idee, historische Reisen und Expeditionen in möglichst originalgetreuer Bekleidung und Ausrüstung nachzustellen, ist geboren. Eine Idee, die Elises Leben bis heute bestimmt …

Elise, du bist trotz starker Angstattacken 170 Kilometer in antiker Kleidung durch die indische Bergwelt gewandert. Eine ungewöhnlichen Therapie …

Ja, vielleicht war es tatsächlich der Gedanke oder das Bewusstsein, dass es nicht schlimmer werden könnte. Wenn mich in meinem sicheren Umfeld Ängste übermannen, was soll im Unbekannten noch kommen? Aber grundsätzlich muss ich sagen, dass ich überzeugt davon war, dass es für mich irgendwie machbar ist. Es war wahrscheinlich eine Mischung aus Entschlossenheit und Naivität.

Hattest du alpinistische Erfahrung?

Ich kannte die Alpen vom Skifahren und wir waren als Kinder immer draußen, aber eine Alpinistin bin ich sicher nicht. Mein Training: viel zu Fuß zu gehen. Ich bin mit schwerem Rucksack durch London zur Arbeit marschiert. Mein Gedanke war: Es geht über 5000 Meter hinaus, aber ich werde ja keinen hohen Gipfel erklimmen.

Das klingt nach einem Spaziergang – das war es jedoch keineswegs, oder?

Nein, das durfte ich dann feststellen. Wir sind täglich acht, neun Stunden gegangen und es gibt natürlich einen Grund, warum heute niemand mehr in Schuhen mit einer genagelten Sohle wandert. Meine Kleidung bestand hauptsächlich aus Yakwolle. Tagsüber war es angenehm, trotzdem habe ich mir die Haut wund gescheuert. Nachts fiel die Temperatur auf minus zehn Grad und ich fror unglaublich. Alexandra hatte von zwei Wärmflaschen berichtet, die sie dabeihatte. Das habe ich natürlich auch gemacht. Aber einmal bin ich bei minus 15 Grad doch von der Feuerstelle zu meiner Bergführerin ins Zelt geschlüpft.

Warum hast du diese Touren mit originalgetreuer Ausrüstung gemacht?

Diese Frauen haben Unglaubliches geleistet. Sie haben Strapazen durchgestanden und mehr Last getragen als die Männer. Seelisch, weil sie sich gegen eine Gesellschaft gestellt haben, gegen Konformitäten, die sie in ihrer Freiheit, ihrer Neugier, ihrer Erfüllung begrenzten. Und physisch, weil ihnen die praktische Kleidung der Männer verwehrt blieb. Sie mussten sich unpraktisch kleiden. Sie waren viel stärker in ihrer Bewegung limitiert. Ich wollte einfach nachempfinden, was sie durchgestanden haben, wie es sich angefühlt hat.

Wie bist du an die Ausrüstung gekommen?

Ganz unterschiedlich. Die Holzkraxe für meine erste Indien-Reise habe ich selbst aus einem alten Stuhl zusammengebastelt. Meine Mutter hat mir Kleider geschneidert. Den Burberry-Mantel für Iran habe ich online gefunden – er war nicht billig. Und die Schuhe, mit denen ich 2025 auf den Mont Blanc gestiegen bin, hat die Schusterin für mich handgefertigt, die auch die Schuhe von König Charles III. herstellt.

Das musst du erklären!

Trickers ist der älteste Schuster Englands. Seit 1829 stellen sie in London Schuhe her – und das eben auch für das Königshaus. Henriette d’Angeville erreichte 1838 als erste Frau ohne Hilfe den Gipfel des Mont Blanc. Und als Trickers mitbekam, dass ich die Besteigung nachmachen wollte, kontaktierten sie mich. So kam es, dass die unglaublich talentierte Adele Williamson, die sonst die Schuhe von König Charles fertigt, auch mir ein Paar schusterte. Das Drama war nur, dass wir am Mont Blanc viel Schnee – vor allem viel feuchten Schnee – hatten. Wir sanken tief ein und irgendwann begann das Leder, das Wasser aufzusaugen. Als ich oben ankam, wogen die Schuhe wahrscheinlich das Doppelte.
»Mein Training: viel zu Fuß zu gehen. Ich bin mit schwerem Rucksack durch London zur Arbeit marschiert.«

Die Besteigung des Mont Blanc hat 2025 im zweiten Anlauf geklappt. Was waren die größten Herausforderungen an Europas höchstem Berg?

Beim ersten Versuch war es das Wetter. Ein Sturm zog auf, es gab viel Steinschlag und so mussten wir abbrechen. Beim zweiten Versuch waren die Bedingungen gut und wir konnten tatsächlich auch die Originalroute nehmen, die heute eigentlich niemand mehr klettert, weil sie zeitaufwendiger ist. Bei der Originalroute hat man am Gipfeltag auch 1800 Höhenmeter zu bestreiten – das sind rund 800 Höhenmeter mehr als von der Goûter-Hütte auf dem Normalweg.

Du hast den Berg sicher auch ohne Bahnunterstützung in Angriff genommen?

in Chamonix losgelaufen und haben die erste Nacht gecampt. Eine Herausforderung für mich war die Sicht, die durch den Hut eingeschränkt war. Besonders schwer machten es allerdings die Temperaturen. Bei 32 Grad in viele Kilogramm Wolle gehüllt auf den Berg zu gehen, ist eine Tortur. Ich wusste wirklich nicht, ob ich es physisch schaffen würde. Aber mit jedem Höhenmeter wurde es kühler.
Foto: Zoom Historical via Alamy Stock Photo

    Alexandra David-Néel (1868–1969)

    1912 und 2017 • Sikkim, Indien

    Route: Als Startpunkt diente Elise eine Höhle auf über 4000 Metern nahe dem Lachen Kloster, in der Alexandra viele Jahre lebte. Von hier ging der Trek 170 Kilometer durch Sikkim bis zum Kangchendzönga-Basislager.

    Ausrüstung: Mantel und Mütze aus Yakwolle, Wollunterwäsche, zwei Wärmflaschen, pelz­besetzte Stiefel und eine Holzkraxe. 

    Alexandra brach 1911 nach Indien auf. Aus der ursprünglich geplanten 18-monatigen Forschungsreise wurden 14 Jahre, in denen sie den tibetischen Buddhismus intensiv studierte, den 13. Dalai Lama traf und mit dem jungen Mönch Aphur Yongden – später ihr Adoptivsohn – weiter bis nach Japan, Korea und China reise. 1924 erfüllte sie sich ihren Traum und gelangte tatsächlich als erste westliche Frau – verkleidet als Bettlerin – in die verbotene Stadt Lhasa. 1937 machte sie sich mit 69 Jahren zu ihrer zweiten Asienreise auf, um den Taoismus zu studieren. Sie kehrte 1946 nach Europa zurück. In ihrem Buch My Journey to Lhasa berichtet Alexandra ­David-Néel von ihrer Reise.

    »Ich lese die Texte vor Ort, trage ihre Stimmen in mir und, wie gesagt, sie inspirieren mich, weiterzukämpfen.«

    Wie reagieren die Menschen auf dich? Speziell in einer alpinen Hochburg wie Chamonix?

    Ich bin ein sehr schüchterner Mensch und muss gestehen, dass es für mich fast schlimmer ist, in einer Menge aufzufallen, als all die Strapazen durchzustehen. In Chamonix wollten sich viele mit mir fotografieren lassen. Und genauso zog ich am Berg die Blicke auf mich. Ich war froh, dass wir die einsame Originalroute gehen konnten. Allerdings sind mir die Bergsteiger – und ja, es waren primär Männer – allesamt sehr interessiert und respektvoll begegnet.

    Wie war es in Ländern wie Indien oder Iran?

    Da bin ich ehrlich gesagt nicht wirklich aufgefallen. Ich glaube nicht, dass die Menschen meinen Auftritt großartig hinterfragt haben. Gerade im Iran war ihr größtes Anliegen, uns gut zu versorgen. Die Iraner:innen sind einfach wundervoll – unglaublich nett und gastfreundlich.

    Du stellst für alle Projekte stets ein weibliches Team zusammen. Warum?

    Primär, weil wir Frauen noch immer unterrepräsentiert sind. Die Outdoor-Welt ist bis heute eine Männerdomäne. Ich möchte mit meinen Projekten den Frauen Sichtbarkeit geben, die trotz ihrer unglaublichen Leistung von der Geschichtsschreibung sehr bewusst ignoriert wurden. Uns wurden dadurch Vorbilder genommen. Es ist schwer, sich vorzustellen, was alles möglich ist, wenn es einem nicht vorgelebt wird. Und genauso können wir heute durch unsere Präsenz anderen Frauen zeigen, wozu wir in der Lage sind. Es sind beispielsweise nur etwa drei Prozent der Bergführer:innen weiblich.

    Und in Indien sind es noch deutlich weniger …

    Ja, es hat sehr lange gedauert, bis ich Jangu gefunden habe. Immer wieder hieß es: Nein, es gibt ganz sicher keine Bergführerin in Sikkim. Jangu ist unglaublich. Sie hat sich gegen all die Widerstände durchgesetzt. Nur ihr verstorbener Vater hat sie in ihrem Traum unterstützt, alle anderen haben sich gegen sie gestellt und nicht an sie geglaubt. Die Reise zum Kangchendzönga war auch für sie sehr emotional. Jangu gehört dem indigenen Volk der Lepcha an und der Kangchendzönga ist für sie ein heiliger Berg. Doch er ist ihnen versperrt. Dort im östlichen Himalaya treffen China, Indien und Nepal aufeinander. Das bedeutet zum einen, dass die Militärpräsenz hoch ist, und zum anderen, dass es furchtbar kompliziert ist, all die Genehmigungen zusammenzutragen. Durch unsere Reise hatte Jangu plötzlich ein Permit. Vor Ort stand sie dann in ihrem traditionellen Gewand vor mir, das sie die ganze Strecke bei sich getragen hatte. Wir hielten eine Zeremonie für ihren Vater ab – an diesem Ort ist das die größte Ehre für einen Lepcha. Es war unglaublich schön und bewegend.

      Henriette d’Angeville (1794–1871)

      1838 und 2025 • Mont Blanc, Frankreich

      Route: Elise startete wie Henriette an der Kirche im Herzen von Chamonix. Sie traversierte den Bossons-Gletscher und stapfte durch tiefen Schnee zur Grands-Mulets-Hütte. Um zwei Uhr morgens ging es von dort in 14 Stunden 1800 Höhenmeter bis zum Gipfel.

      Ausrüstung: Zwei Kilogramm schweres Wollkleid mit passenden Knickerbocker, Wollunter­wäsche, Federboa, pelzgefütterter Mantel und genagelte Stiefel.

      Henriette war eine französische Adelige und wuchs – infolge der Französischen Revolution – abgeschieden in den Rhône-Alpes zwischen Lyon und Genf auf. Sie lebte eigenbestimmt, blieb unverheiratet und kinderlos und begann für ihren Traum den Mont Blanc zu besteigen, zu trainieren. Sie war 44 Jahre alt, als sie im September 1838 nach frischem Schneefall in Chamonix startete – mit Brieftaube und Champagner im Gepäck. Als erste Frau erreichte sie den Gipfel aus eigener Kraft (mit einem Pulsschlag von 138), wurde von ihren Bergführern in die Höhe gehoben und war somit noch höher als alle anderen gekommen. Henriette stieß an und schickte die Taube ins Tal. In ihrem Buch My Ascent of Mont Blanc berichtet Henriette d’Angeville ausführlich von der Besteigung.

      Seid ihr noch im Kontakt?

      Ja! Jangu ist bis heute eine Inspiration für mich. Sie ist solch eine Vorkämpferin. Sie führt ein kleines Homestay in Darjeeling und beschäftigt vor allem Frauen. Aber da ist noch mehr, das das Reisen mit Frauen besonders macht. Uns geht es nicht um die Leistung. Es geht vielmehr darum, füreinander da zu sein. Speziell in extremen Situationen braucht es oft keine Worte, da passiert vieles fast schon instinktiv.

      Extreme Situationen muss es einige gegeben haben. Wolltest du bei keinem der Projekte abbrechen?

      Doch, natürlich. Ständig. Kälte, Erschöpfung, Schlafmangel, Höhenprobleme. Ich war immer wieder kurz davor, aufzugeben. Was mich weitermachen ließ, waren die Frauen, die diesen Weg vor mir gegangen sind. Für sie war es noch viel härter und deutlich gefährlicher. Die Widerstände waren riesig, allein die Anreise zu diesen Orten war enorm beschwerlich. Wenn sie das alles geschafft haben und dazu kein Gore-Tex hatten, keine Daunenjacke, keinen ergonomischen Rucksack oder ultraleichte Zelte, dann sollte ich es auch schaffen.
      Foto: Royal Geographical Society via Getty Images

        Freya Stark (1893–1993)

        1930 und 2022 • Tal der Assassinen, Iran

        Route: In zwölf Tagen wanderte Elise 145 Kilometer durch das Alamut-Tal, das Tal der Assassinen, im Elburs-Gebirge im Nordwesten Irans.

        Ausrüstung: Burberry-Mantel und Kopftuch, Lederstiefel, persische Tunika und Rucksack aus Segeltuch.

        Freya Stark wuchs in Frankreich, Italien und England auf, entwickelte allerdings schon früh eine Faszination für den Nahen Osten. Sie studierte Arabisch und Persisch in London und entschied nach dem Tod ihrer Schwester, ihr Leben frei von gesellschaftlichen Zwängen nach ihren Wünschen zu leben. 1927 brach sie nach Beirut auf und – teilweise auf einem Esel reitend – weiter nach Bagdad. 1930 machte sie sich in das sagenumwobene Tal der Sekte der Assassinen im Elburs-Gebirge auf. Sie fand nicht nur deren Festung Alamut, sie sammelte auch Daten über bisher nicht kartografierte Dörfer und Berge. Ihre Reiseerzählung wurde nach Erscheinen 1934 direkt zum Bestseller. Auf ihrer letzten Reise nach Afghanistan war sie 75 Jahre alt. 1972 wurde Freya von Königin Elisabeth II. zur Dame geadelt. In ihrem Buch The Valleys of the Assassins berichtet Freya Stark von besagter Reise.

        Hast du Zwiegespräche mit den Frauen geführt?

        Ich werde zwar immer wieder gefragt, ob ich in die Rolle der Frauen schlüpfe, aber das nehme ich nicht so wahr. Ich spüre allerdings schon eine Verbindung. Ich lese die Texte vor Ort, trage ihre Stimmen in mir und, wie gesagt, sie inspirieren mich, weiterzukämpfen. Sie sind also auf jeden Fall eine Kraftquelle. 

        In welcher Form inspirierst du? Welche Reaktionen bekommst du für deine Projekte?

        Es freut mich ungemein, wenn Menschen auf mich zukommen und erzählen, dass sie sich etwas vorgenommen haben, weil sie über meine Projekte gelesen haben. Es geht nicht darum, dass die Menschen in den Flieger Richtung Himalaya steigen. Mich freut es, wenn die Menschen sich inspiriert fühlen, mehr rauszugehen. Und besonders berührt mich, muss ich sagen, wenn mir Väter schreiben, dass sie ihren Töchtern von mir erzählt haben.

        Was steht als Nächstes an?

        Ein großer Traum von mir ist es, auf den Spuren von Grace O’Malley von Irland nach Greenwich zu segeln. Sie war eine irische Piratin, die im 16. Jahrhundert lebte und in Greenwich Königin Elisabeth traf. Ich würde wahnsinnig gern mit fünfzig ganz unterschiedlichen Frauen diesen Törn nachstellen. Aber dafür braucht es einige Sponsoren …  

        Instagram @woman_with_altitude

        Foto: Glacier National Park Archives

          Dorothy Pilley (1894–1986)

          1922 und 2025 • Monte Cinto (2706 m), Korsika

          Route: Der Monte Cinto ist der höchste Berg Korsikas. Elise bestieg ihn im Februar 2025 von Bastia aus mit der baskischen Alpinistin Edurne Pasaban und der finnischen Bergsteigerin Lotta Hintsa. 

          Ausrüstung: Genagelte Stiefel, Wolljacke, wollene Knickerbocker und Seidenschal.

          Dorothy Pilley entstammte einem gutbürgerlichen englischen Hause samt autoritärem Vater, der für sie ein Leben als Hausfrau vorsah. Sie rebellierte gegen die gesellschaftlichen Erwartungen, arbeitete als Journalistin und begann mit Anfang zwanzig in Wales zu klettern. Sie empfand den Sport als eine Form der Freiheit und körperlichen Selbstbestimmung. 1921 gründete sie den Pinnacle Club mit, den ersten weiblichen Kletter-Club, der bis heute besteht. Mit ihrem Mann gelang ihr unter anderem die Nordnordwestgrat-Erst­besteigung des Dent Blanche (4357 m) und die des Monte Cinto (2706 m). In ihrem Buch Climbing Days berichtet Dorothy Pilley aus ihrem abenteuerlichen Leben.

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            INTERVIEW: Sissi Pärsch

            FOTOS: Grace T.S.P, Archiv Elise Wortley

            Cover Globetrotter Magazin #37 Frühjahr/Sommer 2026
            Dieser Beitrag ist Teil des

            Globetrotter Magazin 37, Frühjahr/Sommer 2026

            Willkommen im Globetrotter Magazin #37! Wie immer vollgepackt mit großen Abenteuern, kleinen Abstechern und jeder Menge Know-how.
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