Planer: Wüstentrekking in Mauretanien

Gut geplant ist halb gewonnen! Deine große Reise beginnt nicht erst am Flughafen, sondern schon bei der Vorbereitung. Alles was du für ein Wüstentrekking in Mauretanien durch die Sahara wissen musst, erklären wir in diesem Artikel.

Inhalt:

Globetrotter Infos: Mauretanien

Sprachen: Arabisch, Französisch.
Einwohner: 4,6 Millionen.
Größe: 1.030.700 km².
Bevölkerungsdichte: 5 Einwohner pro km² (Deutschland: 233 Einwohner pro km²).
Geld: Ouguiya (MRU).
Zeitverschiebung: UTC±0.
Reisezeit: November bis März.
Reisebudget: ca. 50€/Tag.

2 Fakten zu Jamaika:

1) Mauretanien ist zu über 90 % von Wüste bedeckt. Sanddünen sind zwar zweifellos das herausragende Merkmal der Sahara. Entgegen der meisten Vorstellungen sind jedoch nur 20 % der Wüste mit feinem Sand bedeckt, der Rest der Wüste besteht aus Stein- und Geröllfeldern sowie flachen Wüstenebenen.

2) Seit 2013 hat Mauretanien eine bahnbrechende Umweltschutzmaßnahme ergriffen, indem der Gebrauch von Plastiktüten im ganzen Land verboten wurde. Stattdessen werden wiederverwendbare Einkaufstaschen oder alternative Verpackungslösungen verwendet um zur Nachhaltigkeit des Landes beizutragen, die Umweltauswirkungen von Plastikmüll zu reduzieren und die Wüstenlandschaften des Landes zu schützen.

Wo liegt Mauretanien und warum sollte man dorthin reisen?

Mauretanien liegt in Nord-West-Afrika, an der Grenze zur Westsahara, Algerien, Mali und dem Senegal. Das Land hat mehr zu bieten, als man auf dem ersten Blick vermuten mag. Es zieht vor allem Reisende an, die Abenteuer abseits der ausgetretenen Pfade suchen, ganz egal ob im Parc National du Banc d’Arguin, dem Nationalpark entlang der Atlantikküste im Westen des Landes mit seiner artenreichen Vogelwelt, oder auf einer Fahrt mit Mauretaniens einziger Bahnlinie, die 700km mitten durch die Wüste fährt. Vor allem aber liegt der Reiz Mauretaniens in seiner einzigartigen Wüstenlandschaft, geprägt von schroffen Canyons, Sanddünen und Oasen. Die Sahara erstreckt sich über einen Großteil des Landes und bietet Abenteuerlustigen die Möglichkeit, auf Kamelkarawanen durch die endlosen Sanddünen zu reiten und die Stille und Schönheit der Wüste zu erleben.

Für wen ist eine Wanderung durch die Sahara ein realistisches Ziel?

Eine Wanderung durch die Sahara ist definitiv kein Spaziergang im Park, aber auch kein Ultramarathon. Man muss fit sein, aber nicht unbedingt überdurchschnittlich athletisch. Eine gute allgemeine Fitness ist von Vorteil, denn die Tagesetappen können lang und anstrengend sein. Daher ist es hilfreich, schonmal eine längere Strecke zu Fuß zurückgelegt zu haben. Es sind jedoch keine übermenschlichen körperlichen Fähigkeiten erforderlich.

Die Sahara kann extrem heiß werden, insbesondere in den Sommermonaten. Es ist also wichtig in guter Verfassung zu sein und keine gesundheitlichen Probleme bei großer Hitze zu bekommen. Die Monate von November bis März sind kühler als die Sommermonate und eignen sich daher am besten für eine Wüstenwanderung. Zudem erfordert solch ein Trip mentale Stärke und die Bereitschaft, mit einfachen Lebensbedingungen umgehen zu können. Die Fähigkeit, in schwierigen Situationen ruhig zu bleiben und Lösungen zu finden, ist von Vorteil. Reisende sollten sich darauf einstellen, auf einige Annehmlichkeiten des modernen Lebens zu verzichten. Dazu gehört möglicherweise begrenzter Zugang zu Wasser, einfache Unterkünfte und beschränkte Körperhygiene.

Wie plant man eine Wüstenwanderung in Mauretanien?

Man sollte damit beginnen sich über Mauretanien, die Sahara und die spezifische Region, die man erkunden möchte zu informieren und das Klima, die kulturellen Gegebenheiten und die logistischen Herausforderungen der Wüste zu verstehen. Es ist sehr zu empfehlen eine Wüstenwanderung mit einem erfahrenen Tourenanbieter zu organisieren. Solche Anbieter verfügen über Kenntnisse der Region, hilfreiche Kontakte und meistens auch über die erforderliche Ausrüstung. Sie arbeiten mit lokalen Nomaden zusammen, die die Gegend gut kennen. Es ist ratsam, sich im Internet Referenzen und Bewertungen anzusehen, nach verschiedenen Anbietern zu suchen und sich mehrere Angebote geben zu lassen. Zusammen mit dem Tourenanbieter können dann die geplante Reiseroute, die Dauer der Wanderung und die Highlights, die man erkunden möchte besprochen werden.

Wieviel Tage dauert so eine Wüstendurchquerung?

Die Dauer einer Wüstendurchquerung oder -wanderung hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann stark variieren. Je nachdem wie lange man die Landschaft und die Kultur der Sahara erkunden möchte. Eine minimale Wüstenerfahrung kann man schon an ein bis zwei Tagen erleben und eine intensivere Erfahrung kann bis zu mehreren Wochen, oder gar Monaten dauern. Wer die Zeit hat, sollte in jedem Fall versuchen 1-2 Wochen unterwegs zu sein, um auch entlegenere Gebiete zu erkunden und tiefer in die Kultur eintauchen zu können.

Wie lang und weit muss man pro Tag laufen?

Die tägliche Laufstrecke während einer Wüstenwanderung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter fallen die Routenplanung, das Gelände, das Wetter und die körperliche Verfassung der Teilnehmer. Im Durchschnitt können Wanderer mit etwa 20 Kilometern pro Tag rechnen. Einige Tage können kürzer sein, um landschaftliche Highlights oder kulturelle Erfahrungen mitzunehmen, während andere Tage längere Wanderungen erfordern, um beispielsweise zur nächsten Wasserstelle zu gelangen. Außerdem beeinflussen das Gelände und die Beschaffenheit des Bodens, wie viel Strecke man zurücklegt. In der Wüste ist der Boden oft sandig und uneben, was das Gehen anspruchsvoller macht. Auf steinigen Boden kann man in der selben Zeit mehr Strecke zurücklegen. Auch die Hitze und die Tageszeit können die Dauer der Wanderungen beeinflussen. In der Regel wird während der kühleren Morgen- und Abendstunden gewandert, um die Hitze zu vermeiden. Die Teilnehmer einer Reisegruppe sollten sich täglich mehrmals abstimmen, wie weit und wie lange gewandert werden soll. Es ist wichtig, auf den Rat der Nomaden zu hören und die körperliche Verfassung aller Teilnehmer zu berücksichtigen.

Wo übernachtet man bei einer Wüstenwanderung?

Bei einer Wüstenwanderung hat man in der Regel die Wahl zwischen einer Nacht unter freiem Sternenhimmel oder einer Nacht im Zelt. Wenn es nicht zu windig ist, entscheiden sich die meisten Wanderer dafür ihre Schlafsäcke unter den funkelnden Sternenhimmel auszubreiten. Diese Erfahrung ist oft ein Höhepunkt einer Wüstenreise, da die Lichtverschmutzung nirgendwo so niedrig ist wie in der Wüste. Sternschnuppen sind ganz sicher garantiert!

Wie funktioniert die Wasserversorgung auf der Wanderung?

Bei Wüstenwanderungen werden normalerweise Kamele oder Dromedare für den Transport von Wasserkanistern eingesetzt. Die Tiere sind gut an die Bedingungen der Wüste angepasst und können schwere Wasserlasten tragen. Die Kanister enthalten ausreichend Wasser, um die Reisegruppe für mehrere Tage zu versorgen. Die Routen werden dann oft so geplant, dass Wasserstellen auf dem Weg passiert werden. Also Orte, an denen es natürliche Wasserquellen wie Brunnen oder Oasen gibt. In der Regel erreicht die Gruppe alle 3-4 Tage eine Wasserstelle, an der die leeren Wasserkanister aufgefüllt werden können. Jeder Teilnehmer der Wüstenwanderung sollte auch über einen eigenen Wasserfilter verfügen, um Wasser das möglicherweise nicht sicher ist trinkbar zu machen.

Was isst man in der Wüste?

Während einer Wüstenwanderung in Mauretanien stellt sich natürlich die Frage der Verpflegung, da es in der Wüste nun mal weder Restaurants noch Supermärkte gibt. Die Verpflegung erfolgt durch sorgfältige Planung und Vorbereitung. In den ersten Tagen der Wanderung können noch frisches Obst und Gemüse gegessen werden. Das liefert notwendige Vitamine und Mineralstoffe. Im Verlauf der Wanderung, wenn frische Lebensmittel knapp werden, werden haltbare Lebensmittel wie Konserven und Nudeln mit Tomatensoße verwendet. Diese sind leicht zu transportieren und erfordern keine Kühlung. Außerdem haben die Nomaden ihr traditionelles Brot, das auf einzigartige Weise direkt im Wüstensand gebacken wird.

Wie schützt man sich vor Sonne und Hitze?

Das Tragen eines Turbans ist die beste Möglichkeit, Gesicht und Kopf vor der Sonne zu schützen. Die Nomaden erklären einem gern, wie man ein Tuch zum Turban bindet. Natürlich sollte man auch an ausreichend Sonnencreme denken. Zur Mittagszeit sucht die Karawane meistens unter dem Schatten eines Baumes Schutz, um sich für 1-2 Stunden auszuruhen und die Reise fortzusetzen, wenn die Sonne weniger intensiv scheint. Es wird empfohlen leichte, langärmlige Kleidung aus atmungsaktiven Materialien zu tragen, um sich vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Dunkle Kleidung sollte vermieden werden, da diese die Hitze absorbieren kann.

Wie führt man ein Kamel?

Kamele sind zwar sanftmütig, aber auch eigensinnig. Selbst die Nomaden sagen: »Traue niemals einem Kamel.« Nehme zunächst Kontakt mit dem Tier auf und stelle sicher, dass es dich bemerkt. Spricht beruhigend zu ihm, vermeide direkt vor dem Kamel zu stehen und halte genügend Abstand, da dies als Bedrohung empfunden werden könnte. Ziehe nicht an der Leine, sondern verwende stattdessen sanfte Zug- und Loslassbewegungen, um ihm die Richtung zu zeigen. Oft reagieren Kamele auf gesprochene Kommandos. Frage die Nomaden am besten welche Laute sie für welche Kommandos verwenden. Sei geduldig und einfühlsam und belohne das Kamel, wenn es richtig auf deine Anweisungen reagiert.

Welche Schuhe sind für die Wüste geeignet?

Um zu verhindern, dass Sand in die Schuhe kommt, sind spezielle Wüstenstiefel zu empfehlen. Diese Stiefel sind knöchelhoch und besonders leicht. Die stabilen Sohlen sorgen für guten Halt auf dem unebenen Wüstenboden. Es ist wichtig, dass die Stiefel gut eingelaufen sind, um Blasen und Scheuerstellen zu vermeiden. Die richtige Wahl der Schuhe ist ziemlich entscheidend für ein angenehmes Wüstenerlebnis. Nomaden hingegen verwenden häufig einfache Latschen, die häufig nur 5 bis 7 Tage halten, bis sie kaputt gehen. Manchmal halten sie aber auch erstaunlich lange durch, ehe sie auseinanderfallen. Es wird jedoch nicht empfohlen, dies nachzuahmen, da sie keinen Schutz vor spitzen Steinen, scharfen Dornen und dem heißen Wüstensand bieten.

Was für Ausrüstung benötige ich für eine Wüstenwanderung?

Vermeide es, kurze Hosen zu tragen, da dies nicht nur den Respekt bei den Einheimischen mindern kann, sondern auch keinen ausreichenden Schutz vor der intensiven Sonne bietet. Stattdessen solltest du lange und luftige Kleidung anziehen und auf einem lokalen Markt ein Tuch besorgen, das sich zum Binden eines Turbans eignet. Ein unverzichtbarer Bestandteil der Ausrüstung sollte ein Wasserfilter sein, um sicherzustellen, dass man stets Zugang zu sauberem Trinkwasser hat. Ein kleiner Sonnenschirm kann sich ebenfalls als äußerst nützlich erweisen, insbesondere wenn es in der Wüste keinen natürlichen Schatten gibt. Die richtige Ausrüstung kann den Unterschied zwischen einer erfolgreichen und angenehmen Wüstenwanderung und einem problematischen Abenteuer ausmachen.

Wann ist die beste Zeit für eine Wüstenwanderung?

Die beste Zeit für eine Wüstenwanderung in Mauretanien ist in der Regel von November bis März. Während dieser Monate herrschen mildere Temperaturen, und die Hitze in der Wüste ist erträglicher. Während die Wintermonate zweifellos die beste Zeit für eine Wüstenwanderung darstellen, sollten Reisende dennoch darauf vorbereitet sein, sich den extremen Bedingungen der Wüste anzupassen. Auch in den Wintermonaten kann es tagsüber immer noch sehr heiß werden.

Was sind die Gefahren der Wanderung?

Die Wüste kann extrem hohe Temperaturen erreichen, insbesondere im Sommer. Wenn Wanderer sich nicht ausreichend vor der Sonne schützen und nicht genügend Wasser trinken sind Hitzschläge eine ernsthafte Gefahr. Außerdem sind in Mauretanien verschiedene Arten von Giftschlangen und Skorpionen heimisch. Eine weitere Gefahr sind Sandstürme. Die können die Sicht stark beeinträchtigen und das Atmen erschweren und führen zu Orientierungslosigkeit. Die Wüste ist ein riesiges, oft unübersichtliches Terrain. Auch ohne Sandstürme können Wanderer leicht die Orientierung verlieren. Es ist möglich Wasserstellen erst gar nicht zu finden, oder auf ausgetrocknete Wasserstellen zu stoßen, was lebensbedrohlich sein kann. Um diese Risiken zu minimieren, sollten Reisende stets in Begleitung erfahrener Führer sein, die sich mit den Bedingungen vor Ort auskennen. Ein GPS Gerät mit Notfall-Knopf kann für zusätzliche Sicherheit sorgen. Hierzu ist es wichtig vor der Reise eine Versicherung für Bergungs- und Rettungsarbeiten abgeschlossen zu haben.

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Was kostet eine Wüstendurchquerung in Mauretanien?

Die Kosten für eine Wüstendurchquerung variieren stark und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Je länger die Tour dauert, desto höher sind in der Regel die Kosten. Reist man alleine oder in einer kleinen Gruppe, können die Kosten pro Person höher ausfallen. In größeren Gruppen können die Kosten auf mehrere Teilnehmer aufgeteilt werden. Einige Tourenanbieter bieten umfassendere Leistungen wie den Transport von und zum Startpunkt der Tour an, sowie zusätzliche Ausrüstung und Verpflegungsoptionen. Diese zusätzlichen Annehmlichkeiten können die Kosten erhöhen. In einigen Fällen ist es möglich, die Kosten durch Verhandlungen mit lokalen Anbietern zu senken. Es ist jedoch wichtig einen angemessenen Preis für die entgegengebrachte Leistung dazulassen und sicherzustellen, dass die Qualität und Sicherheit der Tour nicht beeinträchtigt werden.

Wie findet man seriöse Reiseführer?

Eine gute Ausgangsbasis ist die Online-Recherche. Websites, Foren und Reiseberichte können hier weiterhelfen. Auch das Feedback anderer Reisender kann Aufschluss über die Qualität der Touren und den Ruf des Anbieters geben. Im Gespräch mit Leuten im Land vor Ort, beispielsweise in Hostels, bekommt man oft wertvolle Empfehlungen. Ein seriöser Anbieter ist beispielsweise: Mauritanian Desert Voyages

Wie kommt man überhaupt nach Mauretanien?

Die Anreise nach Mauretanien erfolgt in der Regel per Flugzeug. Wer beispielsweise aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz anreist, kann in einem der großen internationalen Flughäfen wie Frankfurt, München oder Zürich starten. Von dort aus fliegt man über Paris, dem Hauptdrehkreuz für Langstreckenflüge nach Mauretanien. Von Paris aus kann man in etwa 4 bis 5 Stunden nach Nouakchott, die Hauptstadt Mauretaniens, reisen. Die Hauptfluggesellschaften, die diese Strecke bedienen, sind Air France und Mauritania Airlines International.

Braucht man ein Visum für Mauretanien?

Deutsche Staatsangehörige, die nach Mauretanien reisen möchten, benötigen ein Visum. Das Visum kann bei der Einreise an den Flughäfen Nouakchott und Nouadhibou ausgestellt werden. Das geht sehr schnell und unkompliziert: Fingerabdrücke geben, man wird fotografiert, zahlt 55 Euro und bekommt das Visum direkt eingeklebt. Der ganze Prozess dauert in etwa fünf Minuten. Am besten prüft man den genauen Betrag vor der Einreise, da sich die Gebühren ändern können. Der Reisepass sollte bei der Einreise noch mindestens sechs Monate lang gültig sein.

Wie reist man in Mauretanien?

In Mauretanien sind Minibusse das Fortbewegungsmittel Nummer eins. Sie sind oft überfüllt, aber das gehört irgendwie zum Charme der Reise und bietet die Möglichkeit Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen. Wer sich nach noch mehr Abenteuer sehnt, nimmt Mauretaniens einzige Bahnlinie. Sie führt von Nouadhibou zur Eisenerzmine in Zouérat. Hier fährt einer der längsten Güterzüge der Welt, mit einem Personenwaggon am Ende. Alternativ kann man, wie die meisten Einheimischen auch, in einem der über 220 Güterwaggons kostenlos mitfahren und sich während der etwa 20 stündigen Fahrt von dem Koloss aus Stahl in die Nacht schaukeln lassen. Die richtige Vorbereitung ist jedoch wichtig: Man sollte Wasser, Essen und warme Kleidung mitbringen. Sobald die Sonne hinter dem Horizon verschwindet bietet die Zugfahrt grandiose Ausblicke auf den nächtlichen Sternenhimmel.

Kann man in Mauretanien gut alleine reisen?

Mauretanien gilt als ein sicheres Reiseland und man wird von der warmen Gastfreundschaft der Einheimischen empfangen. Eine großartige Gelegenheit also, das Land bei einer Soloreise in seinem eigenen Tempo zu erkunden und dabei mit den Einheimischen in Kontakt zu treten. Aber natürlich sollte man nicht naiv sein – es ist immer klug, auf Wertsachen aufzupassen und die eigene Sicherheit im Auge zu behalten.

Wie verständigt man sich in Mauretanien?

Die Kommunikation in Mauretanien ist ein spannendes Sprachabenteuer. Obwohl Englisch nicht weit verbreitet ist, kann man mit Französisch gut durchkommen, da es die Kolonialsprache war und viele Mauretanier sie noch sprechen. Wenn man sich wirklich integrieren möchte, lohnt es sich, ein paar Wörter im arabischen Hassaniya-Dialekt zu lernen, da dies die am häufigsten gesprochene Sprache im Land ist. Allgemein sind die Menschen sehr geduldig und schätzen es, wenn man sich bemüht, ihre Sprache zu sprechen. Mit einem Lächeln und Gesten kommt man meistens auch schon sehr weit.

Der Autor und sein Bezug zu Mauretanien:

Samuel Häde, Journalist und Dokumentarfilmer

Samuel ist freiberuflicher Journalist und Dokumentarfilmer. Während einer dreijährigen Reise durch Länder wie Afghanistan, Iran, Indien, Tadschikistan und die südlichen Philippinen entwickelte er ein aufrichtiges Interesse für humanitäre Krisen und geopolitische Ereignisse.

Durch seine Reisen und ein Diplom in Film und Fernsehen an einer der führenden Filmhochschulen Australiens hat Samuel seine eigene filmische Handschrift entwickelt. Samuel ist Teil des funk-Netzwerks (ARD/ZDF) und und hat für das Format »Young Adventurers« Reisedokus über Mauretanien und Jamaika gedreht. Auch unser Reiseplaner Jamaika stammt von Samuel.

Text: Samuel Häde
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