Canada‘s Alberta

Canada in a (big) nutshell

Die Provinz Alberta bietet fast alles, was man sich erträumt, wenn man an Kanada denkt: mächtige Bergketten, menschenleere Urlandschaften, glasklare Seen, ungestüme Flüsse, endlose Prärie sowie Wolf, Elch und Bär. Dazu kommen Metropolen wie Calgary oder Edmonton, durch die noch eine Prise Wilder Westen weht.

Der Nordamerikaspezialist CRD Touristik nimmt euch mit auf die Reise. 

Baff in Banff (und Lake Louise)

Im Norden Albertas an den Osthängen der Rocky Mountains kann man nicht nur perfekt Skiurlaub machen, auch die schneefreien Monate locken mit Once-in-a-lifetime-Erlebnissen. 

Der Banff National Park kombiniert atemberaubende Landschaften in den Rocky Mountains mit leichter Erreichbarkeit und langer touristischer Tradition. Er ist nach dem »Yellowstone« in den USA und Australiens »Royal National Park« der dritte Nationalpark weltweit und der älteste in Kanada. Mit rund 6.500 Quadratkilometern ist der Banff National Park in etwa zweieinhalb Mal so groß wie das Saarland. Seine Entstehung verdankt er den heißen Schwefelquellen am Fuße des Sulphur Mountain in Banff, die von Eisenbahnarbeitern der Canadian Pacific Railway im Jahr 1883 entdeckt wurden. Dieser Fund führte 1885 zur Gründung des Parks. Benannt wurde er nach dem schottischen Banffshire und im Jahr 1985 wurde der Banff National Park zum UNESCO Welterbe erklärt. 

Das Zentrum des Nationalparks bildet das 7000-Einwohner-Städtchen Banff. Es liegt 130 Kilometer westlich von Calgary abseits des Trans-Canada Highway am Bow River. Der Ort ist der optimale Startpunkt für Exkursionen in die umliegende Bergwelt der Rocky Mountains. 

Wer sich erstmal einen Überblick verschaffen will, bekommt diesen auf dem Sulphur Mountain. Dort genießen Urlauber einen 360°-Panoramablick auf die Bergwelt der Kanadischen Rockies. Die Banff-Gondola befördert ihre Fahrgäste in acht Minuten zur Bergstation in 2.281 Metern Höhe. Wer Kondition hat, macht den Aufstieg über 655 Meter Höhenunterschied zu Fuß (5,5 Kilometer Strecke). 

Ein wahrer Blickfang ist das berühmte Fairmont Banff Springs, ein türmchenbesetztes Schloss. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1888 war die heutige 770-Zimmer-Anlage das größte Hotel der Welt.

Das Gegenstück zum Fairmont Banff Springs ist das Fairmont Chateau Lake Louise, das am Ostufer des berühmten Lake Louise thront. Umrahmt von zwei bewaldeten Bergen, liegt der See vor der traumhaften Gletscherkulisse des Mount Victoria (3464 Meter) und wird als Juwel der kanadischen Rocky Mountains gehandelt. Der Bergsee, der seine smaragdgrün-türkise Farbe dem im Wasser schwebenden Gesteinsmehl verdankt, wurde nach Prinzessin Louise Caroline Alberta, einer Tochter von Königin Victoria, benannt.

Das müsst ihr gesehen und gemacht haben … 

Wanderlust

4.000 Kilometer Wanderwege warten in dieser Provinz inmitten der Rocky Mountains auf eure Wanderschuhe. Ausführliche Informationen zu den verschiedenen Wegen (Trails) findet man zum Beispiel unter www.albertatrailnet.com. Wer nebenbei noch mehr über Flora und Fauna lernen oder sich in die Reviere der Grizzlybären wagen möchte, sollte sich einem »Mountain Guide« anschließen. Diese Führer helfen auch beim Planen von Touren, stellen Kartenmaterial zur Verfügung und reservieren gegebenenfalls die Übernachtung auf dem Campingplatz. Wanderungen lohnen sich jedoch nicht nur in den weltbekannten National- und Provinzparks, auch abseits der touristischen Pfade gibt es viel zu entdecken. Dies gilt unter anderem für den »Willmore Wilderness Park«, der sich im Norden an den Jasper National Park anschließt: Obwohl er mit 4.600 Quadratkilometern fast genauso groß ist wie der »Jasper National Park«, trifft man hier weit weniger Menschen. Und auf den Wegen, die einst die ersten Pelzhändler nahmen, gibt es noch viel Unentdecktes zu erkunden.

Ein beliebter Wanderweg am Lake Louise ist der 3,5 Kilometer lange »Lake Agnes Trail«. Ausgangspunkt der Route ist das berühmte »Fairmont Chateau Lake Louise«, das direkt vor dem gleichnamigen See liegt. Der Weg führt vom Lake Louise zum 380 Meter höher gelegenen Lake Agnes, benannt nach der zweiten Frau des ersten kanadischen Premierministers Sir John A. Macdonald. Die Strecke ist gut ausgebaut und durch lange, aber nicht allzu steile Kehren gekennzeichnet. Unterwegs passiert man den malerischen Mirror Lake, der von zwei bienenkorbförmigen Bergen namens Little Beehive und Big Beehive umrahmt wird. Ist man am Ziel angelangt, wartet am See ein kleines Teehaus mit Terrasse auf Wanderer, die sich dort von Juni bis Oktober mit Tee, Erfrischungsgetränken und selbstgebackenen Leckereien stärken können. Fortsetzen lässt sich der Weg um den Lake Agnes herum zum Aussichtspunkt auf dem Big Beehive, der nach einem 1,6 Kilometer langem Anstieg einen großartigen Panoramablick auf den Lake Louise gewährt.

Cave and Basin…

 …National Historic Site: Dieses berühmte Wahrzeichen erinnert an die Entdeckung der heißen Quellen im Jahr 1883, die zur Gründung des ersten kanadischen Nationalparks geführt hat. Die »Discovery Tour« führt Besucher in die Höhle mit der ursprünglichen Thermalquelle.

Whyte Musuem…

… of the Canadian Rockies: Das im Zentrum von Banff gelegene Museum zeigt zeitgenössische kanadische Landschaftsgemälde, Ureinwohnerkunst, moderne Malerei, Fotos und Skulpturen aus aller Welt.

The Banff Centre

Das Banff Centre hat sich zu einem wichtigen Zentrum für Kunst und Kreativität entwickelt. Das Banff Mountain Film Festival geht jeden November auf Tournee, um Banff einem Publikum in 40 Ländern näherzubringen. Beim jährlichen Banff Summer Arts Festival wird von Mitte Juni bis Ende August ein umfassendes Programm an Ausstellungen und Kulturveranstaltungen geboten – teilweise unter freiem Himmel. 

Eat the castle

Die kulinarische Tour »Eat the Castle« im legendären Fairmont Banff Springs wird jeden Freitag angeboten und gehört zu den ausgezeichneten »Canadian Signature Experiences«. Die zweieinhalbstündige Führung verbindet Highlights aus der Regionalküche mit geschichtsträchtigem Luxus. Feinschmecker dürfen sich nicht nur auf vier Verkostungsstationen mit sorgfältig ausgewählten Delikatessen und Getränken freuen, sondern auch auf unterhaltsame Anekdoten aus der langen Geschichte des Hotels, das auch als Schloss in den Rockies bekannt ist.

Heiße Quellen

Die Banff Upper Hot Springs dürfen bei keinem Besuch der UNESCO-Welterbestätte Banff National Park fehlen. Die natürlichen heißen Mineralquellen zählen zu den Top-Attraktionen in den Rocky Mountains und liegen an einem prächtigen historischen Badehaus mit toller Aussicht auf die umliegenden Berge.

Autofrei radeln

Vom 1. Mai bis 25. Juni sowie 1. bis 30. September können Radfahrer einen 17 Kilometer langen Streckenabschnitt des reizvollen »Bow Valley Parkway« ohne öffentlichen Autoverkehr befahren. Der Bow Valley Parkway, der Banff und Lake Louise verbindet und parallel zum Trans-Canada Highway verläuft, bietet spektakuläre Ausblicke auf die Berge und ist bekannt für Tierbeobachtungen – vor allem in den Morgen- und Abendstunden. Zahlreiche Bikehändler in Banff und Lake Louise verleihen Räder und bieten Touren an.

Legacy Trail

Der Weg wurde anlässlich des 125-jährigen Bestehens des »Banff National Park« eingerichtet. Der 22 Kilometer lange gepflasterte Freizeitweg führt durch die atemberaubende Kulisse der Kanadischen Rocky Mountains und lässt sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf Rollerblades erkunden. Unterwegs treffen Sie immer wieder auf überdachte Picknickplätze und Informationstafeln. Ein 4,5 Kilometer langer, außerhalb des Nationalparks gelegener Zusatzabschnitt verbindet Banff mit Canmore im Kananaskis Country.

Bon Appétit Banff

Das kulinarische Angebot in Banff und Lake Louise stellt jeden Gaumen zufrieden. Das ultimative kulinarische Event »Bon Appétit Banff« findet jedes Jahr an zehn Tagen im November statt und lockt mit individuellen, speziell von preisgekrönten Köchen kreierten 3-Gänge-Menüs zum Sonderpreis in verschiedenen Restaurants.

Edmonton – Das Tor in die Rockies

In Albertas Hauptstadt sollte man nicht nur das größte Einkaufszentrum Nordamerikas und ein Eishockey-Spiel der Edmonton Oilers besuchen. Das Angebot an Museen, Attraktionen und Outdoor-Aktivitäten in der nördlichsten kanadischen Großstadt ist breit gefächert, so dass sich Natur und Kultur ideal miteinander verbinden lassen. 

Edmonton wurde 1795 als Pelzhandelsposten der Hudson’s Bay Company gegründet und zog Entdecker und Siedler aus allen Teilen Europas an. Die vielfältigen Traditionen dieser Einwanderer werden in Albertas Hauptstadt bis heute gepflegt. 
Um dem urbanen Trubel zu entfliehen, müssen Besucher nicht einmal die Stadt verlassen: Die zahlreichen Parks und Uferwege im Flusstal bilden die längste zusammenhängende städtische Parklandschaft Nordamerikas – 22 mal so groß wie der Central Park in New York. Im Sommer können Sie Open Air-Festivals besuchen, das 150 Kilometer lange Wegnetz zu Fuß, per Rad oder auf Rollerblades erkunden oder auf einem von mehreren Golfplätzen einlochen. Den Winter nutzen die Einheimischen am liebsten zum Langlaufen und Schneeschuhwandern. Außerdem gibt es im Flusstal auch vier pulverschneebedeckte Skihänge.

Und dann wäre da noch das Royal Alberta Museum. Es ist das größe Museum Westkanadas und verfügt über eine Ausstellungsfläche von mehr als 82.000 Quadratmetern. Es beherbergt eine breit gefächerte Sammlung von Artefakten, die zum Staunen, Forschen und Verstehen von Alberta anregen. Begebt euch auf eine bemerkenswerte Zeitreise von den prähistorischen Dinosauriern über 500 Generationen der Ureinwohner bis zur Besiedlung durch Einwanderer in der windgepeitschten Prärie.

Nicht einmal eine Autostunde entfernt, im Elk Island National Park, streifen frei lebende Bisons durch die Espenwälder. Im Sommer lädt der Park zum Campen ein, im Winter zum Langlaufen. Und im Nachthimmel-Schutzgebiet »Beaver Hills« funkeln die Sterne nachts besonders hell.

Eine echte Besonderheit und Pflichtprogramm für alle paddel-affinen Globetrotter ist die Voyageur-Kanutour von Veranstalter Haskin Canoe. Im Rahmen einer zweieinhalbstündigen Tour erleben die Teilnehmer entlang des North Saskatchewan River die Stadt von einer besonderen Perspektive und können noch dazu nachempfinden, wie frankokanadische Pelzhändler seinerzeit in den Großkanus ihre Waren transportierten, denn die Tour findet in einer Nachbildung eines Voyageur-Kanus statt. Fernglas und Fotoapparat dürfen nicht fehlen – am Flussufer sind immer wieder Wildtiere zu erspähen.

Und die eingangs erwähnte Indoor-Mall? Die muss man einfach gesehen haben, selbst wenn man sich eigentlich zu Team Outdoor zählt. In der West Edmonton Mall gibt es knapp 800 Geschäfte, darunter die drei großen Kaufhäuser The Bay, Zellers und Sears. Es gibt 26 Kinosäle und ein IMAX-3D-Kino. Des Weiteren gibt es den Freizeitpark Galaxyland, ein Spaßbad mit 17 Rutschen und welthöchsten Indoor-Bungee-Turm, ein Aquarium, ein Eishockeyfeld, einen künstlichen See und mehr als 110 Restaurants. Für die 22 Millionen Besucher pro Jahr steht der größte Parkplatz der Welt mit 23.000 Stellplätzen zur Verfügung.

Wer noch ein letztes Argument für eine Alberta-Reise mit Ausgangspunkt Edmonton sucht, dem sei die bequeme Anreise empfohlen. In der Sommersaison kommt man sogar umweltfreundlichst per Direktflug hin – mit Condor ab Frankfurt in 9 Stunden und 10 Minuten.

Jasper: Landschaft im Breitwandformat

Die Bergseen rund um Jasper sind für viele das Kanada-Synonym schlecht hin. Ob man diese im Kajak, zu Fuß oder auch nur im Vorbeifahren bewundert, bleibt jedem selbst überlassen, das Staunen ist aber in jedem Fall garantiert.

Der 1907 gegründete Jasper National Park ist der nördlichste und zugleich größte Nationalpark der Kanadischen Rockies und gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Seine Hauptattraktion, das »Columbia Icefield«, ist weit über die Landesgrenzen bekannt. Von hier fließt das Schmelzwasser der Kontinentalscheide in drei Meere. Der »Icefields Parkway« verbindet die Nationalparks von Banff und Jasper miteinander und gilt als eine der schönsten Panoramastraßen der Welt. Die Landschaft besticht durch eine besondere Ursprünglichkeit, und mit einer Fläche von fast 11.000 Quadratkilometern bietet er auch im Hinterland ein ausgedehntes Wegenetz. Hier sind seltene Tierarten wie Grizzlys sowie Wölfe und Karibus beheimatet. Als Juwel des Jasper National Park gilt der Maligne Lake, Kanadas größter von Gletscherwasser gespeister See. Ein Geheimtipp: Der einsame Highway mit der Nummer 93a war einst die einzige Verbindung zwischen Banff und Jasper. Er ist kurvenreicher als die neue Straße und erlaubt überraschende Einblicke in dieses Naturparadies.

Das müsst ihr gesehen und gemacht haben … 

Marmot Basin

Nur 20 Minuten von Jasper befindet sich Marmot Basin. Das Skigebiet zeichnet sich vor allem durch seine familiäre Atmosphäre aus, da es hier wesentlich ruhiger zugeht als in Banff. Ein knapp sieben Quadratkilometer großes Areal mit einer Vertikalen von gut 900 Metern und 100 % trockenem Pulverschnee wartet auf Skifahrer und Snowboarder aller Könnensstufen. Selbst Anfänger kommen auf ihre Kosten: Die weitläufigen Abfahrten eignen sich hervorragend für Ski-Neulinge oder Wiedereinsteiger, die ganz ungestört und ungezwungen ihre Kenntnisse vor traumhafter Kulisse erweitern möchten.

Jasper Planetarium

Wegen der geringen Luftverschmutzung ist der Jasper National Park ein offiziell anerkanntes Nachthimmel-Schutzgebiet und bietet daher Weltraumfans unglaubliche Blicke ins Universum. Das neue berührungslose Teleskop-Erlebnis bietet einen Blick durch das bisher leistungsstärkste Teleskop des Jasper-Planetariums. Die Entfernung, die Gäste sehen können, wurde von 70 Millionen Lichtjahre auf 12,05 Milliarden Lichtjahre gesteigert.

Biketouren & Bikeverleih

Mountainbike-Anfänger begeben sich auf dreistündige, geführte Gruppentouren entlang des Athabasca River, die mit Ortskenntnis und Fahrtipps von einem lokalen Experten abgerundet werden. Die Touren finden täglich von Mai bis Ende Oktober statt und beinhalten Fahrradverleih, Helm, Wasser und einen Snack. Zusätzlich zu den Touren können auch Fahrräder ausgeliehen werden – die einfach an euren Campingplatz oder in eure Unterkunft geliefert werden.

Wildtierpirsch

Jahrtausende lang folgten die ansässigen Ureinwohner bestimmten Routen, um auf der anderen Seite der kontinentalen Wasserscheide Handel zu treiben. Diese Praxis nutzten auch die europäischen Pelzhändler – nicht jedoch ohne eine Urweinwohner als Guide. Mehr als 200 Jahre später können Gäste mit Joe Urie und seiner der »Jasper Tour Company« in die Fußstapfen der ersten europäischen Händler treten.

Urie entstammt einer langen Ahnenreihe stolzer Métis, die seit 1860 entlang des Athabasca River lebten und Reisenden als Guides zur Seite standen. Auf Entdeckungstour mit Urie stehen die Chancen gut, einen Blick auf Wildtiere wie Hirsche, Elche, Schwarzbären, Wölfe, Murmeltiere, Pfeifhasen, Adler oder Grizzlybären zu erhaschen.

MIETTE HOT SPRINGS

Wellness bietet nicht nur Banff seinen Gästen an. Auch im Jasper National Park können Urlauber nach einem Tag auf der Piste die heilende Kraft des Thermalwassers spüren. Die Miette Hot Springs zählen mit einer Temperatur von fast 54° Celsius zu den heißesten Quellen der Rockies. Sie waren den First Nations schon lange bekannt, und 1910 bahnten Bergarbeiter der Pocahontas Coal Mine einen Weg dorthin. Heute speisen die Quellen einen heißen Pool mit 39° Celsius sowie drei kühlere Pools. Eine schöne Aussicht auf die malerische Bergwelt erhalten Gäste von der Terrasse des Poolcafés.

Foodtour

Nach einer 3,8 km langen mittelschweren Wanderung zu einem Aussichtspunkt startet der zweite Teil der »Peak Nic Tour« von Jasper Food Tours: ein Kochkurs mit effizienten und umweltfreundlichen Methoden. Anschließend genießt ihr ein Gourmet-Menü mit Blick auf das Athabasca-Tal. Die Tour dauert drei Stunden und findet von Mai bis Ende September um 10 Uhr und um 18 Uhr statt.

Wildwasser Marsch!

Wer gern sein Paddel in reißende Fluten taucht, ist bei Jasper Rafting Adventures genau richtig. Für Familien perfekt ist ihre Tour »Athabasca Mile 5«. Dabei fahren die Teilnehmer den Athabasca mit einem Floß hinab – wie einst die Pelzhändler. Soll es noch etwas wilder zugehen, startet man unterhalb derAthabasca Falls beginnt das Wildwasser-Rafting-Abenteuer am Fuße der tosenden Athabasca Falls oder auf dem Sunwapta River.

MALIGNE CANYON

Der tiefste zugängliche Canyon im Jasper National Park. Obwohl sich der Canyon bequem auf eigene Faust erkunden lässt – bitte unbedingt an Harscheisen oder Grödel  denken – lohnt sich die Teilnahme an einer Tour, um kein Highlight zu verpassen: wie etwa die Eiszapfen von der Größe eines ausgewachsenen Menschen. Und am großen Eisfall am Ende des Canyons sind oft Eiskletterer unterwegs.

Ins Winterwonderland

Wildcurrent Outfitters bietet folgende Winteraktivitäten: Eiswandern, Schlittschuhlaufen, Schneeschuhwandern oder Skilanglauf. Die gesamte Ausrüstung ist im Preis inbegriffen und Feuer, Essen und heiße Getränke halten Teilnehmer warm. Ganztägige und halbtägige Ausflüge möglich.

Warrior Women

Matricia Brown ist als indigene Sängerin, Trommlerin und Geschichtenerzählerin in Jasper beheimatet. Die charismatische Frau ist eng mit ihrer Herkunft verwurzelt und eine hervorragende Botschafterin der überlieferten Traditionen der Cree. Sie leitet ein Kleinunternehmen namens Warrior Women und bietet gemeinsam mit ihrer Tochter Mackenzie Workshops, Trommelshows, geführte Touren und Schulungen an. Jeden Mittwochabend laden sie in Jasper zu einem zweieinhalbstündigen Fireside-Chat und in den wärmeren Monaten außerdem dienstags zum »Wapakwanis Plant Walk« ein, bei dem die Teilnehmer erfahren, welche heilenden Kräfte die Pflanzen und Bäume im Nationalpark haben und welche Kräuter für die indigene Küche genutzt werden.

Calgary – Willkommen im Wilden Westen

Calgary liegt spektakulär zwischen Bergen und Prärie und verbindet modernes Großstadt-Flair und eine erstklassige Gastronomie- und Unterhaltungsszene mit schöner Natur. Die glitzernde Metropole strotzt geradezu vor innovativer Energie, ist aber auch äußerst stolz auf ihr reiches Western-Erbe.

Calgarys Einwohner haben eine Vorliebe für schnelles Tempo – sei es bei Planwagenrennen oder beim Rennrodeln, wenn die Schlitten mit 120 Kilometern pro Stunde durch den Eiskanal rasen. In den modernen Sporteinrichtungen, die für die Olympischen Winterspiele 1988 errichtet wurden, trainiert heute die nächste Generation an olympischen Hoffnungsträgern.

Im Juli feiert Calgary seine Wildwest-Tradition mit der »Calgary Stampede«, der »größten Outdoor-Show der Welt«. Im Winter laden die Parks zum Langlaufen ein und Besucher können an zahlreichen Orten in der Stadt und Umgebung Eislaufen – in Hallen und im Freien. Als frisch gekürte Kulturhauptstadt Kanadas bietet Calgary ein breites Spektrum an Kunst, Theater, Musik und Tanz. Kulturfestivals im Prince’s Island Park stehen ebenso auf dem Veranstaltungskalender wie ein internationaler Feuerwerkswettbewerb. Nicht weniger beeindruckend ist das kulinarische Angebot in den Lokalen und gehobenen Restaurants der Stadt.

Da Calgary mit seinem internationalen Flughafen (erreichbar per Condor-Direktflug ab Frankfurt) für viele Reisende der Startpunkt einer Alberta-Reise ist, bietet es sich an, hier wenigstens zwei, drei Tage zu verbringen, um letzte Besorgungen zu erledigen, den Jetlag zu bekämpfen und sich vom einmaligen Flair der Stadt gefangen nehmen zu lassen. Diese Zeit könnte in etwa wie folgt aussehen …

Ein Bummel über die zentral gelegene Stephen Avenue lässt sich gut mit einem Besuch im Einkaufszentrum »Core« und Abstechern ins Kensington Village oder zur 17th Avenue verbinden. Inglewood, das einstige Zentrum Calgarys, ist eine gute Adresse für Antiquitätenjäger. Äußerst beliebt ist die etwas außerhalb gelegene Outlet-Mall »Cross Iron Mills«. Für den Hunger zwischendurch stehen ausgezeichnete Restaurants in modernen oder eleganten, 100 Jahre alten Gebäuden sowie unzählige Foodtrucks zur Auswahl. Calgarys schöne Natur lässt sich am besten bei einer Radtour durch das Flusstal erleben. Im Winter laden der Fish Creek Provincial Park, einer der größten Stadtparks Nordamerikas, oder die Gegend um das Glenmore Reservoir zum Schneeschuhwandern und Langlaufen ein.

Nach eurem Bummel durch das Zentrum könnt ihr euch im »River Café«  Leckereien für ein Uferpicknick zusammenstellen oder Fotos der berühmten Peace Bridge machen. Die vom spanischen Architekten Santiago Calatrava entworfene Fußgängerbrücke verbindet den südlich vom Fluss gelegenen Bow River Pathway mit der Innenstadt und gilt als architektonisches Meisterwerk.

Wenn ihr an adrenalintreibenderen Abenteuern interessiert seid, bietet sich eine Fahrt durch die Stromschnellen auf dem Bow River oder der neueste Trendsport an: Fluss-Surfen.

Das Freizeitangebot im »Canada Oylmpic Park« reicht von der schnellsten Zipline Nordamerikas bis hin zu Bobfahrten in Begleitung eines professionellen Fahrers und einer Rennrodelbahn, auf der Besucher nach einer kurzen Einführung durch einen qualifizierten Coach eigenständig den Hang hinabrasen können.

Hip, hipper, Canmore

Eine moderne Bergstadt wie aus dem Bilderbuch, in der man abends in der Bar mit Gleichgesinnten seine Bergabenteuer feiern kann.

Diese jung gebliebene Stadt zwischen Calgary und Banff bietet so viele atemberaubende Freizeitabenteuer, dass es eine eigene Rubrik verdient. Das Kananaskis Country – von den Locals kurz »K-Country« genannt – ist ein ganzjähriger Wildnisspielplatz. Der unverfälschte Bergort liegt nur fünf Minuten vom Eingang zum Banff National Park entfernt und ist das ideale Basislager für Outdoor-Abenteuer jeder Art.

Die Sommertage sind wie zum Wandern, Radfahren, Angeln, Reiten, Paddeln, Klettern oder Golfspielen gemacht. Beim Wildwasser-Rafting oder einem Rundflug lässt sich die Landschaft aus einer anderen Perspektive bewundern. Im Winter bietet K-Country beste Voraussetzungen zum Langlaufen, Hundeschlittenfahren und Schneeschuhwandern – von den mitreißenden Winterfestivals ganz zu schweigen.

Nicht umsonst haben Hollywoods Filmemacher das K-Country als Kulisse für Brokeback Mountain, X-Men 2 oder Inception gewählt. 

Und verhungern muss auch keiner, denn mit über 70 bequem zu Fuß erreichbaren Restaurants und Lokalen wird das Stadtzentrum von Canmore jedem Geschmack gerecht. Die »Crazyweed Kitchen«, das »Tapas Restaurant« und die »Trough Dining Company« sind auch bei den Einheimischen beliebt. Zu jedem Besuch in Canmore gehören unbedingt auch Klassiker wie das »Iron Goat Pub & Grill« oder die »Grizzly Paw Brewing Company« in der Main Street. 

Das müsst ihr gesehen und gemacht haben … 

Festivals

Es lohnt sich, einen Aufenthalt in Canmore auf einen dieser Events zu legen, bei denen der einzigartige Charakter der Stadt und ihrer Einwohner besonders deutlich wird. Das »Canmore Folk Music Festival« findet seit 1978 jeden August statt und stellt talentierte Folkmusiker aus dem In- und Ausland vor. Die »Canmore Highland Games«, ein alljährliches Highlight im Spätsommer, präsentieren die keltische Küche und Kultur und sorgen mit traditionellen Highland-Wettkämpfen und Live-Musik für abwechslungsreiche Familienunterhaltung. Der 24-tägige »Canmore Winter Carnival« bietet Winterzauber pur. Das Rahmenprogramm reicht von »Crafternoons« über Live-Musik und kulinarische Spezialitäten einheimischer Köche und Restaurants bis zu familienfreundlichen Open-Air-Kinonächten, Straßenhockey und Hundeschlittenrennen auf der Main Street.

Streicheln verboten?

Das »Yamnuska Wolfdog Sanctuary« bei Canmore ist eine Schutzstation für Wolfshunde und ermöglicht Besuchern, die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Der »Sanctuary Walk« wird täglich zwischen 10 und 17 Uhr angeboten und kostet 21 CAN$ pro Person. Die Tour findet fünfmal täglich statt; den Teilnehmern bleibt ausreichend Zeit, Fotos zu machen und den Experten Fragen zu stellen. Eine Buchung im Voraus erfordert die exklusivere »Interactive Tour«, die einen direkten Kontakt mit den Wolfshunden zulässt und Einblicke in das Verhalten der Rudeltiere gewährt.

Höhlenwanderungen

Abenteuerlustige, die auf der Suche nach dem ganz besonderen Nervenkitzel sind, kommen beim »Caving« voll auf ihre Kosten. »Canmore Cave Tours« bietet ganzjährig die sogenannte »Adventure Cave Tour« an: Diese sechsstündige Tour führt in die »Rat’s Nest Cave«, eine der längsten Höhlen Kanadas, die sich unter dem »Grotto Mountain« nahe Canmore befindet. Die Teilnehmer seilen sich 18 Meter tief ab und können neben Stalaktiten und Stalagmiten auch Fossilien und Felsmalereien bewundern. Dieses Erlebnis kostet 165 CAN$, das Mindestalter beträgt zwölf Jahre.

Eisstockschießen

»Curl Like a Canadian« ist eine unterhaltsame Einführung in den Sport. Erfahrene Curler zeigen den Gästen, wie man gleitet, fegt und einen Stein wirft. Die gesamte Ausrüstung wird gestellt, und das Erlebnis wird von Oktober bis März von Montag bis Freitag angeboten. Ideal für Gruppen von acht bis 32 Personen, alle Fitnesslevel und Altersgruppen sind willkommen.

Brrrr, Winter-Canyoning

»Canadian Wilderness School and Expeditions« bietet einmalige Abenteuer in den kanadischen Rocky Mountains. Teilnehmer »entfliehen« den anderen Touristen bei einem vierstündigen Winter-Canyoning-Programm und erleben ein Abenteuer der besonderen Art. Erfahrene Guides helfen den Gästen beim Erkunden von gefrorenen Wasserfällen, Pools und Schluchten. Die Ausrüstung und ein Imbiss werden gestellt.

Paddeln auf dem Bow River

Erkundet den Barrier Lake wie die früheren Entdecker und Pelzhändler zusammen mit Kananaskis Outfitters in einem großen Trapperkanu. Zertifizierte Führer nehmen sie mit auf ein außergewönliches Seeabenteuer, kleine Kanuschulung inklusive. In dieser Gegend gibt es eine reiche Tierwelt. Somit können sie vielleicht einen Blick auf Elche, Bären oder Hirsche erhaschen, umgeben von einem atemberaubenden Bergpanorama.

Adventure Dog Carting Tour

Die Boundary Ranch hat sich mit Snowy Owl Sled Dog Tours zusammengetan, um ein neues und einzigartiges Sommererlebnis nach Alberta zu bringen. Teilnehmer erleben das Abenteuer eines Rudels Husky-Schlittenhunde, die sie im Sommer durch die Wälder führen, umgeben von der atemberaubenden Berglandschaft in Kananaskis. Die unmotorisierten, speziell angefertigten Wagen bieten ein ähnliches Erlebnis wie Hundeschlittenfahrten im Winter.

Skifahren in den kanadischen Rockies

Die Bretter, die vielen die Welt bedeuten, können in Alberta in einer Prachtkulisse ausgeführt werden. Hinzu kommen perfekter Naturschnee, leere Pisten und ein stressfreies Miteinander.

Nicht ohne Grund gilt die westkanadische Provinz Alberta als Wintersport-Eldorado. Egal ob leidenschaftlicher Skifahrer, Snowboarder oder Freerider – in den Skigebieten der Kanadischen Rockies findet jeder seine Traumabfahrt. Durch eine außergewöhnliche Schneesicherheit beginnt die Skisaison bereits Anfang November und dauert bis in den Mai hinein. Der aufgrund geringer Luftfeuchtigkeit sehr leichte und trockene Pulverschnee – der berühmte »Champagne Powder« – lockt Besucher auf die malerischen Pisten des Banff National Parks und nach Jasper. Calgary ist dabei idealer Ausgangspunkt für einen Winterurlaub in den Nationalparks der Kanadischen Rockies, die sowohl per Mietwagen als auch mit Shuttle-Bussen gut erreichbar sind. Die drei im Banff National Park gelegenen Weltklasse-Skigebiete »Banff Sunshine«, »Lake Louise Ski Resort« und »Mt. Norquay« sind als »Ski-Big-3« mit nur einem Skipass befahrbar – darin inbegriffen ist auch ein kostenloser Transfer, den die Gäste von den meisten Hotels aus in Anspruch nehmen können.

Nicht verpassen sollte man auch Marmot Basin bei Jasper. Es gibt 86 Abfahrten für alle Könnensstufen. Zu den sieben Liften zählt unter anderem der »Canadian Rockies Express«, der längste Lift in den kanadischen Rocky Mountains. Trotz der wenigen Liftanlagen gibt es kaum Warteschlangen. Das Schöne: Familien oder Gruppen mit verschiedenem Fahrkönnen nehmen den selben Lift und wählen oben zwischen verschieden Abfahrten wählen, angepasst an die eigenen Fähigkeiten, bevor sie sich wieder unten am Lift treffen. Fortgeschrittene können ihre Skills in den weiten offenen Tiefschneehängen und in den steilen Rinnen im oberen Teil des Skigebietes zeigen.

International bekannt wurde Alberta als Skiregion mit den Olympischen Winterspielen 1988, die in und um Calgary stattfanden. Die Kanadischen Rocky Mountains punkten mit hervorragenden Schneebedingungen, einem riesigen Terrain für alle Könnerstufen, unendlich viel Platz auf der Piste, hilfsbereiten Einheimischen, einer entspannten Atmosphäre und einem besonders eindrucksvollen Panorama.

Alberta bietet Wintersport-Enthusiasten noch einige Alternativen zum gewöhnlichen Skifahren. Eine märchenhafte Welt abseits der Piste eröffnet sich einem im Rahmen eines »Ice Canyon Walks« – einer geführten Eiswanderung durch zugefrorene Canyons. Die gefrorenen Wasserfälle eignen sich auch bestens zum Eisklettern. Und wer nicht auf Schneeschuhen die Winterlandschaft erkunden möchte, kann auf den Hunde- oder Pferdeschlitten umsteigen.

Wie auch immer, am Ende eines langen Tages im Schnee bieten die heißen Quellen in Banff und Jasper die richtige Entspannung für müde Knochen.

9 gute Gründe fürs Skifahren
in den Kanadischen Rockies

Die Qualität des Schnees

Durch das trockene Klima hat der Schnee in Alberta eine einmalig trockene Konsistenz – er ist pulvrig leicht und nicht umsonst unter der Bezeichnung Champagne Powder bekannt. Er sorgt für ein unvergleichliches Fahrerlebnis, denn der Schnee wird nie nass, schwer oder eisig wie in den Alpen.

Schneesicherheit von November bis Mai

Die Schneesicherheit ist in Alberta von November bis April stets gegeben. In Sunshine Village fallen zum Beispiel im Jahresdurchschnitt kumuliert knapp 9 Meter Schnee. Aufgrund der kontinuierlich guten Schneeverhältnisse werden in Lake Louise meist die ersten Übersee-Ski-Weltcuprennen der Saison in Abfahrt und Super G ausgerichtet, sowohl für die Damen als auch die Herren.

Platz auf den Pisten

Wer Ski fahren möchte um des Skifahrens willen, ist in Alberta genau richtig. Im Gegensatz zu den Alpen ist der Platz auf den Pisten aufgrund der Größe und Weitläufigkeit der Ski-Areale immens. Das bedeutet freie Fahrt, dem eigenen Rhythmus folgen sowie Tempo und Stopps selbst bestimmen. In den Kanadischen Rockies ist es also die Regel, und nicht die Ausnahme, einen Hang für sich zu haben.

Keine Lift-Schlangen

Da die großen und breiten Pisten selbst an den Wochenenden oder während der Ferienzeit  nicht überfüllt sind, gibt es selten Wartezeiten an den Liften. Und die Liftwarte, auch »Lifties« genannt, sind stets zuvorkommend mit einem Lächeln im Gesicht und helfen den Gästen beim Einstieg in den Lift oder die Gondel.

Skifahren mitten in den Nationalparks

Das Einzigartige am Skifahren in der westkanadischen Provinz Alberta ist, dass die meisten Skigebiete mitten in den Nationalparks liegen, was für eine atemberaubend schöne Naturkulisse sorgt. Gleich drei Weltklasse-Skiresorts befinden sich im Banff National Park, dem ältesten Nationalpark Kanadas: Mount Norquay, Banff Sunshine Village und Lake Louise Ski Resort – gemeinsam werden diese als Ski Big 3 bezeichnet und können mit einem Skipass befahren werden. Das Bergstädtchen Banff ist dabei das ideale Quartier und liegt nur eine eineinhalbstündige Autofahrt vom Flughafen Calgary entfernt.

Im Anschluss sollte man einen Quartierwechsel nach Jasper erwägen, um auch das dortige Weltklasse-Skigebiet zu besuchen. Zurück dann per Gabelflug ab Edmonton?

Tree-Skiing

Ein einmaliges Erlebnis ist das Tree-Skiing, also das Skifahren zwischen den Bäumen. Anders als in den Alpen stehen die Nadelbäume in den Kanadischen Rockies ziemlich weit auseinander, sodass man genussvoll und entspannt seine Schwünge durch die Wälder ziehen kann.

Winter Wonderland

Die westkanadische Provinz Alberta bietet auch optimales Terrain für Abenteuer abseits der Piste inmitten einer märchenhaften Winterlandschaft. Ice Canyon Walks (Eiswanderungen durch zugefrorene Canyons), Eisklettern, Hundeschlittenfahrten (Dog Sledding), Pferdeschlittenfahrten, Schneeschuhwanderungen, Eislaufen, Langlaufen und Eisfischen sind tolle Alternativen zum Skifahren und Snowboarden mit großem Spaßfaktor.

Herzlicher Service und entspannte Atmosphäre

Womit die Skigebiete in Alberta besonders punkten können, sind Begrüßungstouren mit den sogenannten »Snow-Hosts« oder »Ski-Friends«: Das sind einheimische Skifahrer, die Gäste gratis mit dem Skigebiet vertraut machen und dabei gerne auch mal die eigene Lieblingspiste zeigen.

Skisafari meets Road Trip

Das Wort Safari bekommt in den Kanadischen Rockies eine ganz spezielle Bedeutung im Winter. Eine Skisafari kombiniert mehrere Skigebiete miteinander, sodass Urlauber während einer Reise unterschiedliche Orte kennenlernen. Die klassische Skisafari in Alberta verbindet die Skigebiete Mount Norquay, Banff Sunshine Village und das Lake Louise Ski Resort im Banff National Park mit dem Resort Marmot Basin im Jasper National Park. Landschaftliches Highlight ist der 230 Kilometer lange Icefields Parkway, der von Lake Louise nach Jasper führt und zu den schönsten Panoramastraßen der Welt gehört.

Indigenous Alberta – authentische Ureinwohner-Erlebnisse

Seit tausenden Jahren leben die Ureinwohner Albertas in und mit der Natur und an vielen Orten geben sie heute tiefe Einblicke in ihre Traditionen und Gebräuche.

Die Geschichte Kanadas ist untrennbar verbunden mit den First Nations, den Métis und den Inuit, die seit Jahrtausenden auf diesem Land leben. Reisende erhalten beim Besuch der historischen Stätten und Museen in Alberta Einblicke in die Traditionen, Bräuche und Handwerkskünste der indigenen Völker der Great Plains. Sowohl bei geführten Wanderungen, Tipi-Übernachtungen und Geschichten von Stammesältesten warten authentische Erlebnisse.

Das müsst ihr gesehen und gemacht haben

Métis Crossing National Historic Site

Albertas erstes kulturelles Informationszentrum zu den Métis liegt auf dem Gelände ursprünglicher Flussparzellen der Métis-Siedler aus dem späten 19. Jahrhundert und ermöglicht Einblicke in das traditionelle Kunsthandwerk der Métis. Besucher können an kulturellen Touren teilnehmen oder in einem nachgebauten Trapper-Zelt der frühen Pelzhändler übernachten. Noch intensivere Einblicke verspricht die interaktive »Victoria Trail Voyageur Experience«: Teilnehmer erfahren, wie Biberfallen aufgestellt werden, können getrocknetes Bisonfleisch probieren und lernen einen »Red River Jig«. Schließlich gehören Jigs zur Métis-Party wie der Biber zu Kanada! Ein kostümierter Guide führt Besucher durch das historische Dorf und demonstriert an einem Webstuhl die Herstellung einer Métis-Schärpe. Nach einer Paddeltour im klassischen Voyageur-Kanu besichtigen Teilnehmer noch das Victoria Settlement, ein ehemaliger befestigter Pelzhandelsposten. Das Métis Crossing Cultural Gathering Centre ist ganzjährig geöffnet und soll als Ort des kulturellen Austauschs fungieren und traditionelle Kunsthandwerksfertigkeiten der Métis beleuchten. 

Ganz in der Nähe des Kulturzentrums hat in malerischer Lage am North Saskatchewan River eine neue Boutique Lodge eröffnet. Sie wurde von der Métis-Architektin Tiffany Shaw-Collinge entworfen. Die Lodge Métis Crossing besticht mit ihrem einzigartigen Design, das sowohl traditionelle als auch zeitgenössische Métis-Handwerkskunst vereint, für eine besondere Atmosphäre sorgt die einzigartige Mischung aus Komfort, Kultur und Métis-Geschichte. Die Lodge bietet 40 Zimmer, von denen jedes einzelne von einem Métis-Künstler gestaltet wurde, ein Bistro sowie eine Lounge, deren bodentiefe Fenster abends einen atemberaubenden Blick auf die Sterne ermöglichen.

Head-Smashed-In Buffalo Jump

Diese UNESCO-Welterbestätte ist einer der ältesten, größten und am besten erhaltenen »Büffelsprungplätze« der Welt. Besucher können den Ort erkunden, an dem die Prärieindianer in einem über 6000 Jahre andauernden Ritual Büffelherden über den 18 Meter hohen Klippenrand in den Tod trieben. Die Vergangenheit wird in Tänzen und Liedern der Ureinwohner wieder lebendig.

Blackfoot Crossing National Historic Site

Hier bei Cluny ließ sich der Bow River besonders leicht überqueren. Besucher können an Führungen durch die Ausstellung teilnehmen oder mit einem Siksika-Guide durch die Graslandschaft wandern. Dabei erfahren sie mehr über das Verwenden der Beeren des Mariengras und Bder ärentraube und besichtigen die Ruhestätte des berühmten Chief Crowfoot, dem legendären Anführer des Blackfoot-Stammes im frühen 19. Jahrhundert. Übernachten können sie in einem Tipi-Dorf.

Writing-On-Stone Provincial Park

An diesem seit Tausenden Jahren heiligen Ort der Prärieindianer boten die tiefen Schluchten des Tals des Milk River natürlichen Witterungsschutz und einen Zufluchtsort für die vorbeiziehenden Stämme der First Nations. Ein Guide führt Besucher auf dem geschützten Land zu der größten Ansammlung von Felskunst – Petroglyphen und Wandmalereien – in ganz Nordamerika. Auf dem Campingplatz des Parks übernachten Gäste im eigenen Zelt oder in den komfortablen Unterkünften und am Lagerfeuer können sie tiefer in die Kultur und Geschichte der Blackfoot eintauchen.

Warrior Women

Matricia Brown ist als indigene Sängerin, Trommlerin und Geschichtenerzählerin in Jasper beheimatet. Die charismatische Frau ist eng mit ihrer Herkunft verwurzelt und eine hervorragende Botschafterin der überlieferten Traditionen der Cree. Sie leitet ein Kleinunternehmen namens »Warrior Women« und bietet gemeinsam mit ihrer Tochter Mackenzie Workshops, Trommelshows, geführte Touren und Schulungen an. Jeden Mittwochabend laden sie in Jasper zu einem zweieinhalbstündigen Fireside Chat-Erlebnis und in den wärmeren Monaten außerdem dienstags zum »Wapakwanis Plant Walk« ein, bei dem die Teilnehmer erfahren, welche heilenden Kräfte die Pflanzen und Bäume im Nationalpark haben und welche Kräuter für die indigene Küche genutzt werden.

Mahikan Trails – Geheimnisse des Waldes

Brenda Holder bietet informative Spaziergänge über Bergwiesen oder durch die Wälder. Sie kann alle Pflanzen, Bäume oder Büsche identifizieren und sagen, wie man damit in der Wildnis überlebt – sei es zur Bekämpfung eines Fiebers oder einer Erkältung, durch den Verzehr oder als Hilfsmittel zum Anzünden eines Feuers. Holders Vorfahren waren Cree-Guides vom Stamm der Kwarakwante aus der Gegend um Jasper. Bei ihren »Medicine Walks« und verschiedenen anderen Workshops klärt sie Besucher darüber auf, wie ihre Vorfahren jahrtausendelang vom und mit dem Land gelebt haben. Diese Abendspaziergänge auf Schneeschuhen beginnen mit einer kleinen Zeremonie, um dem Land und den Vorfahren Respekt zu erweisen. Anschließend führt ein Ureinwohner-Guide die Teilnehmer im schwindenden Licht der Dämmerung in die Winterlandschaft. Während sich die Nacht über den stillen Wald senkt, werfen alle einen Blick zu den Sternen und hören vielleicht sogar ihre Geschichten. Bei der Rückkehr hat ein anderer Guide bereits ein Feuer entzündet, so dass sich die Teilnehmer aufwärmen, bei der speziellen heißen Schokolade und Cookies stärken und dazu den überlieferten Geistergeschichten der Ureinwohner lauschen können.

Royal Alberta Museum & Glenbow Museum

Reisende können das Erbe der Ureinwohner auch bei einem städtischen Museumsbesuch erleben. Das Glenbow Museum in Calgary und das Royal Alberta Museum in Edmonton beleuchten die Geschichte der indigenen Völker Albertas auf individuelle und faszinierende Weise.

Fort Museum of the North West Mounted Police

Das Museum befindet sich in einer Nachbildung des 1874 errichteten Original-Forts und ist die Heimat des RCMP Musical Ride. Die berühmte Original-Reitshow wird hier (einzigartig in ganz Kanada!) im Juli und August viermal täglich aufgeführt. Im Rahmen des »Groom-a-Horse«-Programms, können Besucher einen Blick hinter die Kulissen werfen und selbst mitwirken.

Heritage Park Historical Village

Das größte Freilichtmuseum Kanadas zeigt über 180 Ausstellungsstücke und Sehenswürdigkeiten auf einer Fläche von rund einem halben Quadratkilometer und lässt die Zeit zwischen den 1860er und 1950er Jahren wieder lebendig werden.

Auf dem Rücken der Pferde

Horseback Adventures Ltd. ist ein 1979 gegründetes Familienunternehmen und bietet unvergessliche Reiturlaube. Tom und Shawn begleiten Teilnehmer dank der Erfahrung mehrerer Generationen durch die authentischen Kanadischen Rocky Mountains, die die seit den Tagen der frühen Entdecker praktisch unverändert geblieben sind.

Indigene Handwerkskunst

Im Geschenkeladen »Empressive« im Ort Empress findet ihr Kunsthandwerk von Handwerkern aus ganz Kanada, zum Beispiel Keramik aus Nova Scotia, Holzkunsthandwerk aus British Columbia und Schmuck von lokalen Handwerkern. Der Betreiber bietet außerdem eine Sammlung wirklich einzigartiger Geschenkartikel für alle Altersklassen an. In der Galerie werden neben den Werken des Ojibwa-Künstlers Nokomis auch Werke von den besten Künstlern der First Nations ausgestellt, die aus ganz Kanada stammen.

Mit Mietwagen oder Reisemobil durch Alberta

Auf der Website von CRD Touristik finden sich Vorschläge für Reisen nach Alberta, die gern individuell angepasst werden.

Alberta punktet nicht nur bei den Themen Natur und Kultur, auch als unkompliziertes Reiseland steht es bei Globetrottern hoch im Kurs. CRD plant dabei Ihre ganz persönliche Traumreise nach Alberta! Sie entscheiden selbst, ob Sie mit dem Mietwagen oder dem Wohnmobil unterwegs sein möchten und wie lange Sie wo verweilen möchten. Auch für Winterreisen ist CRD der richtige Ansprechpartner. 

Weitere Infos zu CRD Touristik: Seit über 45 Jahren bietet CRD maßgeschneiderte Individualreisen nach Kanada und in die USA an. Als Spezialreiseveranstalter stehen bei uns Expertise und die persönliche Beratung im Vordergrund. Dabei profitieren Sie von einem festen, persönlichen Ansprechpartner, der Sie vor, während und nach der Reise betreut. Erstklassige Zielgebietskenntnisse und jahrelange Erfahrung garantieren einen reibungslosen Ablauf Ihrer Reise. Unsere Reiseexperten stehen mit viel Engagement und wertvollen Tipps zur Seite.


TEXT: Michael Neumann

FOTOS: Travel Alberta, Michael Neumann (Aufmacher)