Reiseberichte

BlogDatum 05. Februar 2016
Habt ihr euch schon mal gefragt, was eigentlich der Begriff bogan bedeutet? Laut Oxford Dictionary bezeichnet man damit eine unmodische Person mit einfachem Charakter und niedrigem sozialen Status. Wo ich her komme, könnte man das mit »Hinterwäldler« übersetzen, die Deutschen würden vielleicht »Assis« dazu sagen. Googelt man den Begriff, wird dieser mit »Penner« übersetzt. Ein Bogan ist jedoch viel mehr als das. Die Australier machen sich gerne lustig über Bogans, wollen auf keinen Fall bogan sein, sind aber doch alle irgendwie ein bisschen bogan und geben das hin und wieder auch gerne zu ? und können somit über sich selber lachen. Daher stolpert man auch immer wieder über den viel gesagten Satz »embrace your inner bogan«, was so viel bedeutet wie: Steh zu dem Bogan in dir!

Der typische Bogan ist ein schlichter, einfacher Mensch, der nicht sonderlich am Rest der Welt interessiert ist. Er achtet nicht auf seine Kleidung, Äußerlichkeiten sind ihm egal und es ist ihm auch so ziemlich wurst, was andere Leute tragen. Soll doch jeder machen, wie er will. Am liebsten hat er es gemütlich, meistens ist er mit Flip-Flops oder Ugg Boots unterwegs (oder gleich barfuß), dazu Boardshoarts oder Jogginghose, Unterhemd und eventuell noch ein Flanellhemd oben drüber. Manchmal können Bogans auch rüpelhaft sein, ja fast schon etwas ungehobelt, primitiv und unkultiviert ? auch das gehört dazu. Bogans wohnen in der Vorstadt oder in ländlicher Gegend. Das Auto wird auf dem Rasen geparkt, die Garage ist normalerweise schon mit irgendwelchem Gerümpel belegt. Im Garten liegt ein kaputter Kühlschrank und eine alte Badewanne. Ist doch egal, stört ja keinen. Auch Bier und BBQ sind im Leben eines Bogans allgegenwärtige Begleiter und dürfen auf keinen Fall fehlen. Seine Freizeit verbringt der Bogan am liebsten auf der Couch und schaut Footy oder Big Brother. Dazu ein Sixpack VB (Victoria Bitter Beer). Oder er werkelt draußen an seinen Autos. In ländlichen Gegenden hat der typische Bogan mindestens zwei schrottreife Exemplare auf dem Grundstück stehen (mit einem großen Schild auf dem zu lesen steht: Not for sale). Weil der Bogan sein Land so sehr liebt, hat er sich das Southern Cross ? das Symbol der australischen Flagge ? tätowieren lassen. Daran erkennt man ihn eigentlich ganz leicht. Nicht zuletzt verrät er sich auch durch seine Sprache, dem distinktiven Bogan-Englisch.

Tatsächlich ist der Bogan in Australien eine solch beliebte Spezies, dass es neben unzähligen Parodien und einer Bogan App, die feststellt, wie viel bogan man in sich hat, auch eine TV-Serie gibt, in der ? ihr habt es erraten ? Australiens größter Bogan gesucht wird. Und für diejenigen, die sich immer noch unsicher sind, was denn nun ein Bogan ist ? es gibt ein Buch, das ganz einfach erklärt, woran man einen modernen Bogan im 21. Jahrhundert erkennen kann. So entstehen auch immer wieder spannende Diskussionen in Australien: Wie viel bogan ist zu viel? Ist es okay wenn man im Pyjama in den Supermarkt einkaufen geht?

No worries!

FOTO: KATE BUNKER (FLICKR)
Tags Humor | Gesellschaft |

Es ist Montagmorgen acht Uhr. Wir sitzen in einem überfüllten Zug Richtung Südwesten. Die Herbstsonne scheint mild und warm durch die Fenster und im Wechsel aus Licht und Schatten rauscht die Landschaft an uns vorbei. Wir, das sind einmal mehr mein guter Freund Daniel und ich, erstmals in Begleitung von Ines und Xandra, ein Mitwanderer auf vier Beinen, ihre treue Hündin. Genau wie uns zieht es die Beiden ein paar Tage hinaus in den Herbst. In Bad Belzig steigen wir aus, sind dabei die Einzigen. Die anderen Mitfahrer reisen weiter: ins Büro, zum Studium, zur Verwandtschaft? Wer weiß das schon? Noch ist die Luft zwar kühl, doch die Lust zu wandern genauso groß wie die Strecke lang sein wird. Fast 90 Kilometer planen wir auf dem Burgenwanderweg im Hohen Fläming, der tatsächlich nach seinen Besiedlern ? den Flamen ? benannt ist. 90 Kilometer durch sumpfige Landschaften, über Wiesen und Äcker durch Forste und Wälder. Hurra! Der Herbst ist da.

Der Beitrag Auf dem Burgenwanderweg im Hohen Fläming ? Tag 1 erschien zuerst auf theBackpacker.
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Tags Brandenburg | Burg | wanderweg
1000travelstories
Welche Vorbereitungen sind für eine Weltreise zu treffen und welche Route empfiehlt sich? Franzsika vom Blog "1000travelstories" erzählt von ihren Erfahrungen
Tags Kambodscha | Tipps | Thailand
Ich bin raus aus Kuba. Und nun mitten drin in Mexiko. Es ist ein kleiner „Sprung“ mit dem Flugzeug von Havanna nach Cancún auf der Halbinsel Yucatán in eine völlig andere Welt. Ich habe das Gefühl, es ist eine Reise in eine andere Zeit, wenn ich an manche Situationen in Kuba zurückdenke. In jedem Fall […]
Tags Bloggereien | Mexiko | Chronik
Hallo liebe Blogfreunde, es geht mal wieder los! Die Vorbereitungen haben nun mit der Zusammenstellung unserer Wohnmobiltour in Australien begonnen. Es braucht viel Muße, die Route so festzulegen, dass wir immer noch Luft haben, den einen oder anderen Tag mehr … Weiterlesen
Tags Allgemein |
Zum ersten Mal bietet die amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line regelmäßige Abfahrten ab Hamburg.
Tags Kreuzfahrthafen Hamburg | Norwegian |
Die idyllische Metropole an der Leie, die Stadt der Blumen, glänzt durch ihr mittelalterliches Stadtbild und unzählige imposante historische Bauwerke. In der alten Kaiserstadt stehen großartige Gebäude und majestätische Kirchen so dicht beisammen wie in wenigen anderen europäischen Städten, und auch die Bandbreite verschiedener europäischer Baustile ist enorm. Trotzdem wirkt das Stadtbild geschlossen und einheitlich. […]
Tags Europa | Belgien | Gent

Irgendwie war schon jeder in Marokko, oder? Und jeder schwärmt:
Der Hohe Atlas, richtige Sand-Wüste, nette Menschen, Arabisches Flair bis zum Abwinken, trotzdem ursprünglich und dann auch noch gleich
um die Ecke!
Klingt wie aus dem Prospekt und somit auch zu sehr nach typischem Urlaubstourismus für unseren Geschmack.

Wir lesen mit Schrecken von abertausenden Selbstfahrern.
Vom Weißwandwohnmobilisten über Wohnwagen-Gespanne, Mopeds, bis hin zu den "obercoolen" Expeditonstrucks
quählt sich dort alles durch Land und Sand was Räder hat und dem europäischen Winter ein wenig entfliehen will.

Ist es wirklich so überlaufen oder findet man auch ruhige Ecken zum Entspannen, Genießen und Seele baumeln lassen?
Wir halten es wie immer: Wer mitreden will muss es selbst erfahren.
Und dass, im wahrsten Sinne! Denn unsere Fähre nach Tanger/Marokko wurde ersatzlos gestrichen.

Der Orangetrotter ist trotz optischer Mängel auf Vordermann und wir freuen uns rießig mal wieder weg zu kommen.
Wir werden Euch natürlich berichten. Ab und an auf: www.orangetrotter.de und natürlich auch auf Facebook.
Bis dann, in einer Woche geht es los
Liebe Grüße
Helga & Jürgen

Tags Etappenberichte |
kind und zelten
Frauke & Johanna vom "we2ontour Reiseblog" erzählen Bloggerin Elischeba heute im Interview von ihren spannenden Reisen als cooles "Mutter und Tochter Team"
Tags Tipps | Afrika Reisen | Asien Reisen

Ob wir auch den Sonnenuntergang sehen werden? Westerwaldsteig am Abend

Dies geht an alle Wander- und Outdoorblogger mit einer großen Lust auf eine neue Herausforderung: Beim Bloggerwandern Rheinland-Pfalz 2016 gibt es einen exklusiven Wandermarathon auf dem WesterwaldSteig! Was heißt das? Insgesamt 20 Wander- und Outdoorblogger kommen am Wochenende vom 17. bis zum 19. Juni 2016 rund um Bad Marienberg im Westerwald zusammen, um sich mal ... weiterlesen
Tags Rheinland-Pfalz | Events | Westerwald

Burg Stahleck

Bacharach, der Ausgangspunkt dieser Wanderung, liegt mitten im Welterbe Oberes Mittelrheintal. Schon länger wollte ich hier wandern gehen, nun hat es schließlich geklappt. Mit dem Zug ging es bequem durch das Rheintal zum Ausgangspunkt. Die Wanderung, die ich absolvieren wollte, ist die Stahlberg-Schleife – ein Premiumwanderweg, der Ende Mai 2015 eröffnet wurde – und eine Rundtour zum ... weiterlesen
Tags Rheinland-Pfalz | Kurz-& Rundtouren | Hunsrück
Wie bereits im vergangenen Jahr und in jenem davor schaffte es Australien auch bei der OECD-Studie 2015, dem Better Life Index, auf Platz eins. Besonders gut hat Australien bei den Themen bürgerschaftliches Engagement, Gesundheit und Bildung abgeschnitten. Am unteren Ende der Liste ? und im Vergleich dazu etwas aus dem Rahmen fallend ? befindet sich die Work-Life-Balance. Von insgesamt 36 Ländern liegt Australien hier an 30. Stelle. Die Studie besagt, dass 14% aller Angestellten 50 oder mehr Stunden pro Woche arbeiten und die Australier nur 60% ihres Tages persönlichen Bedürfnissen (Schlafen, Essen etc.) und Freizeitaktivitäten widmen. Damit liegt Australien unter dem OECD-Durchschnitt und hinter allen europäischen Ländern.

Lebensqualität
Warum möchten so viele Deutsche unbedingt nach Australien auswandern? Neben dem guten Wetter wird oftmals als erstes die Lebensqualität genannt. Diese soll ja (angeblich) in Australien so viel besser sein. Aber was genau versteht man denn eigentlich darunter? Bezieht sich das wirklich nur auf die vielen Sonnenstunden? Die Nähe zur Natur? Den Traum vom Leben am Meer? Oder die Hoffnung, Teil einer stressfreieren Gesellschaft zu sein? Formale Themen wie Bildung, Arbeit, Sicherheit und Gesundheit sollten hier zwar ebenfalls eine Rolle spielen, werden aber nur selten als Grund genannt, um nach Australien auszuwandern. Viele Auswanderer oder jene, die es gerne noch werden wollen, sind in erster Linie an der einzigartigen Lebensqualität dieses Landes interessiert. Und ich gebe zu ? in einer wunderschönen Stadt wie Sydney zu leben, in der es Strände, Natur und Freizeitangebote im Überfluss gibt ? ist schon etwas ganz besonderes. Die Leute sind locker drauf, stressen tut sich hier kaum jemand und wenn, dann lässt man es sich nicht anmerken. Ist es jedoch den Preis wert, den man für diese Lebensqualität bezahlt?

(Über)leben
Sydney ist ein teures Pflaster. Klar kann man in Australien auch günstig leben, wenn man sich irgendwo auf dem Land niederlässt, diesen Traum verfolgen jedoch nicht alle. Den Großteil zieht es in die Städte und dort ist das Leben teuer. Eine Neubauwohnung in Sydneys Inner West mit 75 m² kostet schnell mal $700 Miete pro Woche (nein, ich habe mich nicht verschrieben, es ist wirklich pro Woche). Ein Zimmer in einer WG, das man sich mit einer anderen Person teilen muss, kostet so um die $180 pro Woche. Für ein Einzelzimmer wären das also $360. Der Brutto-Mindestlohn in Australien beträgt derzeit knapp $35.000 im Jahr (ca. $16,40 pro Stunde). Wieviel man in Australien durchschnittlich verdient, ist schwer zu sagen, da es hierzu unzählige Statistiken gibt und jede einen anderen Betrag nennt, sie variieren jedoch meistens zwischen $55.000 und $75.000 im Jahr. Laut einem aktuellen Bericht des Business Insider muss man in Sydney jedoch mindestens $106.000, in Melbourne $75.400 im Jahr verdienen, um sich ein Eigenheim im Mittelsegment leisten zu können. Wie gut die Australier mit ihrem Gehalt zurecht kommen, könnt ihr in diesem Bericht nachlesen.

Work-Life-Balance
Als Angestellter in Australien hat man in New South Wales nur neun Feiertage und 20 Urlaubstage im Jahr. Im Vergleich dazu genießt man in Österreich 13 Feiertage und 25 Tage Urlaub. Deutschland hat neun Feiertage in Berlin, zwölf Feiertage in Bayern und durchschnittlich ebenfalls 25 Tage Urlaub (oder sogar 30). Da auch Modelle wie Gleitzeit und Zeitausgleich hier weitgehend unbekannt sind, verbringt man in Australien wesentlich mehr Zeit seines Lebens am Arbeitsplatz ? und diese wird hoch bewertet: Lieber ein Angestellter, der zwischendurch im Internet surft und nicht effizient arbeitet, dafür aber anwesend ist, als ein Angestellter, der seinen Job zwar schnell und gut macht und dafür aber früher nach Hause geht. Im Normalfall wird auch von einem erwartet, dass man unbezahlte Überstunden macht. Laut einer Studie des Australia Institute sind das durchschnittlich sechs Stunden pro Woche. Weiters heißt es in der Studie, dass 50% der Befragten ihren Jahresurlaub nicht oder nur teilweise in Anspruch nehmen. Jeder fünfte Angestellte verzichtet auf seine Mittagspause. Als Gründe hierfür nennen viele Australier, dass sie sich direkt oder indirekt vom Chef unter Druck gesetzt fühlen oder Angst davor haben, die Arbeitsstelle zu verlieren.

Australische Auswanderer
Genau aus diesen Gründen zieht es auch einige Australier ins Ausland: Carly Hulls, die nach Wien ausgewandert ist, gefällt an Österreich unter anderem die Work-Life-Balance besonders gut. Sie habe hier gelernt, alles etwas ruhiger anzugehen und ihre Wochenenden und ihre Freizeit mehr zu schätzen. Auch die Familie Binning, die nach Dänemark ausgewandert ist, weiß die »gesunde Arbeitskultur, in der auch Platz für ein Leben außerhalb der Arbeit ist« sehr zu schätzen. Auch sie hätten sich in Australien nicht getraut, den vollen Jahresurlaub in Anspruch zu nehmen, aus Angst den Job zu verlieren oder der Karriere zu schaden. Ähnlich Positives hatte auch eine Freundin von mir zu berichten, die als Australierin zwei Jahre in Dänemark gelebt und gearbeitet hat.

Fazit: Nur weil Australien immer wieder zur lebenswertesten Nation der Welt gekürt wird, heißt das noch lange nicht, dass jeder Auswanderer hier findet, was er sucht. Die Nähe zum Meer und das Leben in einem Land, in dem alle ziemlich locker drauf sind, ist für viele der Traum schlechthin. Ob es den Preis tatsächlich wert ist, den man dafür bezahlt, muss aber jeder für sich entscheiden. Denn wer Lebensqualität in erster Linie mit einer gesunden Work-Life-Balance gleichsetzt, für den ist Australien vielleicht dann doch nicht das Richtige.

No worries!

FOTO: NICK DH.B. (FLICKR)
Tags Leben | arbeiten | Auswandern